Montag, 12. August 2013

Inga Rumpf

Inga Rumpf

 

 http://www.ingarumpf.de/

 http://www.frumpy-music.de/

 

 

 
INGA RUMPF & FRIENDS -- Live at Rockpalast 2007 


https://www.youtube.com/watch?v=XTtSXjorbmo

Backwater Blues

 

Inga Rumpf (* 2. August 1946 in Hamburg) ist eine deutsche Sängerin und Komponistin.
Inga Rumpf wurde als Tochter eines Hamburger Seemanns und einer ostpreußischen Schneiderin im Hamburger Stadtteil St. Georg geboren. Anfang der 1960er Jahre machte sie ihre ersten Auftritte mit verschiedenen Blues-Bands im Jugendheim von St. Pauli. 1965 wurde sie die Sängerin der Folk-Rock-Gruppe The City Preachers, in der zeitweise Udo Lindenberg Schlagzeug spielte. 1968 nahm sie als Solointerpretin mit dem Titel Schade um die Tränen am ersten Deutschen Schlager-Wettbewerb teil. 1970 nannten sich The City Preachers in Frumpy um, mit Carsten Bohn (Drums), Jean-Jacques Kravetz (Keyboards), Karl-Heinz Schott (Bass), Rainer Baumann (Gitarre), und die erste Schallplatte All Will Be Changed entstand.
1972 entstand aus Frumpy die neue Formation Atlantis, wo neben Rumpf abermals Schott, Kravetz und Lindenberg in Erscheinung traten. Inga Rumpf galt zu dieser Zeit schon als eines der größten Talente der deutschen Rock-Szene. Es folgten erfolgreiche Konzertreisen durch verschiedene Länder mit wechselnden Besetzungen, u. a. mit Dieter Bornschlegel, Ringo Funk, Alex Conti, Adrian Askew und Rainer Schnelle. 1976 löste sich Atlantis auf.
Von 1981 bis 1982 tourte Inga Rumpf mit ihrer Band Reality und war als Dozentin an der Hamburger Musikhochschule tätig, 1983 stand sie für eine einmalige Reunion von Atlantis auf der Bühne; außerdem schrieb sie für Tina Turner den Song I Wrote a Letter, die B-Seite ihrer Single Let's Stay Together. In den Jahren 1986 und 1987 engagierte sie sich musikalisch mit der Gruppe Inga Rumpf & Friends in der Initiative „Rock gegen Atom“.
1990 gab es eine Reunion von Frumpy als Trio in der Besetzung Rumpf/Kravetz/Bohn. In den darauf folgenden Jahren wurden mit Frumpy zwei Studio- und ein Live-Album veröffentlicht. 1994 folgten Projekte mit dem Hamburger Pianisten Joja Wendt und der NDR Bigband.
Ende der 1990er Jahre wandte sie sich verstärkt der Gospelmusik zu und trat bei verschiedenen kirchlichen Veranstaltungen auf. 2004 gründete sie ihr eigenes Label „25th Hour Music“. Dort erschienen 2004 die CD Live im Michel und 2005 Easy In My Soul.
2006 gab es eine Wiederveröffentlichung der drei Alben My Life Is a Boogie, I Know Who I Am und Reality auf einer Doppel-CD mit dem Titel London – New York – Berlin. 2006 war sie in der Jury des „Gospel-Award“ der Fernseharbeit der evangelischen und der katholischen Kirche sowie der christlichen Hilfsorganisation World Vision Deutschland.[1]
Im Jahre 2007 startete Inga Rumpf die CD-Reihe „Official Bootleg“. Dabei wurden Konzerte in Worpswede, Stuttgart und Schwerte mitgeschnitten und ungekürzt als limitierte Auflagen veröffentlicht. Inga tourt mit verschiedenen Programmen und unterschiedlicher Besetzung durch die Republik.

http://de.wikipedia.org/wiki/Inga_Rumpf 

 

 

How thw gipsy was born 

 

 

Walking in the Light   Inga Rumpf Audio CD

 

 http://www.amazon.de/Walking-Light-Rumpf-Inga/dp/B00002DDWC/ref=sr_1_18?s=music&ie=UTF8&qid=1375693410&sr=1-18&keywords=inga+rumpf

 

 

http://www.wdr.de/tv/rockpalast/extra/videos/2006/1020/inga_rumpf.jsp



Inga Rumpf - Die ewige Hippiefrau


Inga Rumpf wird am 2. August 1946 in St. Georg geboren. Mit 20 Jahren wird sie Mitbegründerin der Folkgruppe City Preachers, danach der Rockgruppe Frumpy, die als eine der ersten Rockgruppen europaweit bekannt wird.  Auf USA-Tournee geht sie mit der in Atlantis umbenannten Band. Und in Deutschland gibt sie mehr als 50 Konzerte. Nebenbei lehrt sie an der Hamburger Musikhochschule, gründet ihr eigenes Label "25th Hour Music" und hat mit den Neujahrskonzerten im Michel große Erfolge. Seit 2006 feiert sie 40 Jahre Bühnenpräsenz mit dem Album "Easy In My Soul".
Die deutsche Rock-, Soul- und Gospelsängerin Inga Rumpf singt sich mit röhrender Stimme rauf in alle Höhen und raus aus allen Tiefen.
Sie wollte raus in die Welt. Als Funkerin auf hohe See. Und dann hat es ganz anders gefunkt. Mit Musik. Inga Rumpf, die einzige deutsche Rock-, Soul- und Gospelsängerin von Weltniveau, wie das Fachmagazin "Rolling Stone" sie nannte, ist 40 Jahre sehr erfolgreich durch die Welt getourt. Von Europa bis in die USA und nach Russland. Und ist hier wieder sesshaft geworden. Mit "Back to the Roots" kommt sie nun in die Fliegenden Bauten.  
In den 70er-Jahren schrieb sie Rockgeschichte. Die Frau mit der röhrenden Stimme, die sich mit den Bands Frumpy und Atlantis mit Hymnen wie "How The Gipsy Was Born" and "Friends" Kultstatus eroberte. Und vorher natürlich auch mit den City Preachers mit Udo Lindenberg am Schlagzeug. Später kamen viel sanftere Töne dazu. Auf dem Evangelischen Kirchentag, der Expo in Hannover, in der Jacobikirche und vor allem im Michel. Um Liebe ging es da viel und um Spiritualität. Rockkonzerte gehören da einfach nicht hin, sagt sie. Von der Akustik her. Und inhaltlich auch nicht. Inga Rumpf zahlt wieder Kirchensteuer nach ihrem Kirchenaustritt in den wilden 70ern. Als Miete, um die Räume nutzen zu können. Und ja, sie glaube an Gott.

Wir sitzen im Garten der Fliegenden Bauten. Umdrängt von dichten Regenwolken. Und irgendwie auch vom Leben. 40 Jahre Musikgeschichte und 60 Jahre Leben. In alle Höhen raufgesungen und aus allen Tiefen immer wieder rausgesungen. Musik lag ihr im Blut und damit habe sie sich am besten verständigen können, sagt sie. Schon als Vierjährige.

Begonnen hat alles in St. Georg. Die Mutter mit der Kirchenchorstimme, der Vater mit der Ziehharmonika. Die Grundschuljahre in der Koppel, eine Mädchenklasse, in der die bunte schräge Welt der Langen Reihe und die besser Situierten von der parallel verlaufenden An der Alster nebeneinandersaßen. Die heute zum gleichnamigen Restaurant umgebaute Turnhalle, der Eisenwarenhändler Prien, das Café Gnosa, Schwidrowski, der Nähmaschinenladen, in dem sie in den Ferien jobbte. Eine Kindheit in den Nachkriegsjahren. Der Vater, Kapitän der Handelsmarine, verschrottet schweren Herzens die Schiffe im Hafen. Die Wohnung winzig, das Geld karg, das Klo auf der Treppe, Inga Rumpfs Essplatz an der ausgeklappten Backofenklappe, weil der Tisch nur für Vater, Mutter und die ältere Schwester reicht. 
 second hand mädchen




Sie ersingt sich ihre eigene Welt. Fängt mit "La Paloma" in der Küche an, tritt im Jugendheim auf St. Pauli auf, kann ihre erste und einzige Joe-Cocker-Platte in- und auswendig, tourt mit den Jungs im Ford Transit über die Dörfer und geht durch alle Phasen der Musikgeschichte: Folksongs, Gospel und Blues; die Sturm- und Drangzeit mit Rock und Undergroundprotest; kommt zum Jazz, weil sie zum ersten Mal versteht, was Billie Holiday da singt: Liebesleid, Trennung, Schmerz, der einen zerreißt. "My Life Is A Boogie", singt sie Ende der 70er-Jahre. Ein Leben in Bewegung. Im Dauereinsatz. Da ist sie 30. Hat sich heiser geröhrt gegen das Gewumme der katastrophalen Anlagen, gegen Schlagzeug, Gitarre, Bass. Probierte alles aus, was das Leben so hergibt. Sieht Musiker um sich herum an Drogen und Alkohol scheitern und ist froh, dass sie es im Griff behalten kann.

Es ist ein seltsam vertrautes Gespräch. Mit Rückenwind und ein paar Regentropfen. Wir rühren gemeinsam im Kaffee, lachen über die Zeit im Top Ten, als sie um 22 Uhr von der Polizei rausgeholt wurde "als 18-Jährige oder so", Sozialstunden im Krankenhaus ableisten musste und ihre Mutter fürchtete, sie lande jetzt auf der schiefen Bahn. Haken die verschiedenen Altersphasen ab, die sie durchlebt hat. Die taumelige Jugend mit der Angst, etwas zu verpassen; die 40er, in denen sie sich gefunden hatte und noch mal wieder voll durchzog; die leichte Panik mit 50; die Ruhe mit 60.

Echt, sagt sie, sie habe alles gehabt, sich ausgetobt und fühle sich so ein bisschen wie eine alte Dame, die ihre Hand über andere hält, sie beobachtet und vorsichtig lenkt. Und dass sie Falten liebe, wie die von Eartha Kitt, und hier, sagt sie, diese an der Nasenwurzel sind ein Zeichen von Energie. Wie tröstlich.

Und dann kommen wir zu der traurigsten Phase ihres Lebens. Als vier Menschen, die sie liebt, innerhalb eines Jahres sterben. Als letzter Ehemann Nikolaus. Die große Liebe ihres Lebens. Nein, nicht unverhofft auf einem Schimmel dahergekommen. Mit 40 komme so was im weißen BMW oder von ihr aus auch im weißen Audi. Der Blumenhändler aus dem Ruhrgebiet und die ewige Hippiefrau - eine Idealbesetzung. Ein Baum, der mir Schatten gab, sagt Inga Rumpf. Verknotet ihre Finger. Erzählt vom Zorn, den man rausschreie. "Du lässt mich einfach hier zurück." Von der Trauer und der Akzeptanz, dass sie nur das aufgebrummt kriege, was sie wirklich tragen könne.

In dem Bauernhaus am Jadebusen in der Wesermarsch wollten sie gemeinsam leben. Nun habe sie sich von Gemüsebeeten getrennt, düse mit dem Trecker über den Rasen und wühle in den Blumenbeeten, weil ihr da die besten Songtexte einfallen. Und auch ohne Meer geht es nicht. Sie schwimmt gerne, löst dabei Probleme "mit dieser Alphaströmung im Kopf". Und dann lacht sie, sagt, das kannst du natürlich auch im Hallenbad haben. Wie praktisch. So ist sie nun mal, Inga Rumpf , die im Boden fest verankerte Musiklegende, der Amerika zu unheimlich war und die immer wieder zurückkehrte nach Hamburg, in ihre Stadt. Back to the Roots eben. 



INGA RUMPF -- My Life Is A Boogie 1977 (Full Album)


01 (00:00) My Life Is A Boogie
02 (04:26) Keep On Knocking
03 (08:03) I Don't Wanna Harm You
04 (11:26) Hideaway
05 (14:49) I Took The Worst
06 (18:03) Let The Children Live
07 (22:45) Don't Treat Me This Way
08 (26:03) There's Always One Who Loves You
09 (30:20) This Night
10 (33:29) Jukebox Place

Alan Spenner: Bass
Gerry Conway: Drums
Paul Carrack: Keyboards
Neil Hubbard: Lead Guitar
Robert Awai: Guitar
Vince Weber: Piano Solo on "My Life Is a Boogie"
Inga Rumpf: Slide Guitar






Inga Rumpf & Friends Live im Michel 2008

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