Freitag, 6. Dezember 2013

Buddy Guy






Buddy Guy 

 

Eine lebende Legende

http://www.buddyguy.net/

 

 

Buddy Guy - Sweet Home Chicago 



Buddy Guy (* 30. Juli 1936 in Lettsworth, Louisiana) ist ein US-amerikanischer Bluesmusiker und mehrfacher Grammy-Preisträger.
Guy begann im Alter von 13 Jahren Gitarre zu spielen. Er brachte sich das Spielen anhand einer Aufnahme von John Lee Hooker selber bei. Bald darauf trat er mit verschiedenen Bands in der Umgebung der Stadt Baton Rouge auf. Nach kurzer Zeit hatte er sich ein größeres Repertoire zugelegt, war allerdings zu schüchtern, es jemandem vorzuspielen. Nachdem ihn ein Freund von der High School hatte spielen hören, überredete dieser ihn, einen Schoolboy-Whiskey zu trinken. In angetrunkenem Zustand spielte er in einem Club vor und bekam einen Vertrag.
1957 zog er nach Chicago. Dort trat er in diversen Clubs auf, unter anderem im 708 Club und im Blue Flame Club, wo er sich im Wettstreit gegen Otis Rush, Magic Sam und Junior Wells durchsetzte. Zunächst spielte er unter der Aufsicht von Willie Dixon ein paar Stücke bei einer kleinen Plattenfirma ein und wechselte 1960 zu Chess Records. Dort nahm er unter anderem die Stücke First Time I Met the Blues, Broken Hearted Blues und Ten Years Ago auf.
Den Durchbruch schaffte er 1964 mit dem Album Folk Festival of the Blues. Auf dieser Platte ist er mit Musikern wie Muddy Waters und Howlin’ Wolf zu hören. Richtungsweisend war die Aufnahme Don’t Know Which Way to Go. Ein Jahr später trat er in Großbritannien beim American Folk Blues Festival auf.
1967 verließ Guy Chess Records. Er nahm danach die beiden Alben A Man and the Blues und Hold That Plane auf. Gegen Ende der 1960er-Jahre entstand in Zusammenarbeit mit Junior Wells und Junior Mance das Album Buddy and the Juniors. Auf diesem Album zeichnete sich der Stil ab, den Buddy Guy und Junior Wells in den kommenden Jahren spielten. In den 1970er-Jahren spielten die beiden noch einige Alben ein und trennten sich am Ende des Jahrzehnts in Freundschaft. Buddy Guy hat in Chicago seinen eigenen Club, in dem er immer noch auftritt (Buddy Guy’s Legends, S. Wabash, Chicago, Il 60605). Er ist Vater der Rapperin Shawnna.
Am 14. April 2007 entdeckte Buddy Guy bei einem Konzert in New Bedford, Massachusetts den damals achtjährigen Quinn Sullivan. Er entschied, das Talent zu fördern. Es folgten gemeinsame Konzerttouren, die im Crossroads Guitar Festival 2013 von Eric Clapton und dem Jazzfestival von Montreux gipfelten. Auf seinem Grammy-nominierten Album Skin Deep ließ er Quinn den Solopart in Who's Gonna Fill Those Shoes spielen.
Guy wurde 1985 in die Blues Hall of Fame und 2005 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Im Jahr 1990 erschien ein ihm gewidmetes E-Gitarren-Sondermodell, die Buddy Guy Fender Stratocaster.



Buddy Guy / Solana Beach 4-2-95 / full show 
This concert, shot from first row - center, was recorded at arguably the peak of Buddy's career. It includes songs from "Damn Right I Got the Blues" and Slippin' In" (which had been released just six months earlier). Buddy claims to have a "tender throat" on this night, but nobody cares as he, and the crowd, had a great evening. His awesome touring band: Greg Rzab on bass, Scott Holt on guitar, and drummer Ray "Killer" Allison are featured prominently on this show. Major props to Hat-Cam Man, whoever you are.
 



Rhythm & Blues [Doppel-CD]    Buddy Guy Audio CD 

 

 





Vor ein paar Tagen feierte der Bluesgitarrist Buddy Guy seinen 77. Geburtstag. Unbestritten gehört er zu den letzten Pionieren des elektrifizierten Chicago-Blues. Eine Tatsache, die er in den vergangenen Jahren häufig betonte. Vor drei Jahren veröffentlichte er sein letztes Album. "Living Proof" hieß es. Das virtuose Gitarrenspiel war der lebende Beweis für seine Vitalität. Das Stück „74 Years Young“ beschwor damals die gefühlte Jugendlichkeit.
Auf seinem neuen Doppelalbum "Rhythm & Blues" arbeitet Buddy Guy weiterhin am eigenen Mythos. Die erste CD steht unter dem Motto „Rhythm“. Dieser Rhythmus treibt ihn an, peitscht die Schnelligkeit seines Gitarrenspiels immer weiter voran und gipfelt im Stück "Messin' With The Kid" – in einem wilden Gitarrenwettstreit mit Kid Rock. Die zweite CD unter dem Motto „Blues“ wartet ebenfalls mit diversen Duettpartnern auf. Aerosmith-Frontmann Steven Tyler und Gary Clark jr. begleiten Buddy Guy auf seiner Zeitreise durch das eigene Leben. Denn davon handeln die neuen Songs: von seiner Kindheit, in der die Mutter wegweisend war ("My Mama Loved Me"), von den goldenen Zeiten des Chicago Blues ("Meet Me In Chicago"), vom letzten Lebensabschnitt und der anstehenden Begegnung mit dem Tod  ("I Could Die Happy"). Dann das Resümee: "I Came Up Hard": Hier lebt der Mythos des Tellerwäschers auf, der es zum wohlverdienten Millionär bringt.
"Rhythm& Blues" ist einerseits ein kultureller Spiegel, der tief ins amerikanische Herz blicken lässt, andererseits aber auch eine herausragende Blues-Platte − weit mehr als solide Handarbeit.

Buddy Guy Live From Red Rocks 2013 FullHD 3D (Optional) 
Description : "Live From Red Rocks" Red Rocks Amphitheatre Morrison, CO 08/28/2013 (Double-Bill with George Thorogood & The Destroyers ~ Buddy Guy Played first)

Tracklist:
1.Who Do You Love?
2.I Drink Alone
3.Get A Haircut
4.Twenty Dollar Gig
5.Bad to the Bone
...and more 



Am 30. Juli 1936 wurde Buddy Guy in Louisiana geboren, der Gitarrist, der 1957 nach Chicago zog und dort für Unruhe im Blues sorgte. 1960 gab es den großen Deal mit Chess Records. Nach und nach gestaltete Buddy Guy seinen eigenen Stil, diesen wilden und ausufernden Sound auf der Fender. Ja, das waren seinerzeit wirklich wilde Töne, wilder als das, was man von Muddy Waters oder B.B. King kannte. Dabei stammten einige seiner Gitarrenlicks von Jody Williams, bei dem sich ja bereits Otis Rush bedient hatte und später noch auf üble Weise Mickey Baker. Nun, während Williams, einer der bei Chess wirklich stilbildenden und einflussreichsten Gitarristen, heute noch immer, trotz seines Comebacks, von den Plattenfirmen offensichtlich gemieden wird, kann sich Guy darüber nicht beklagen. Deshalb hätte ich viel lieber eine neue CD von Williams zur Rezension vorliegen, denn das, was sein Kollege hier vorträgt, ist für mich kein Grund zum Jubeln. Eine Doppel-CD mit Musik, die eine recht gute Einzelplatte abgegeben hätte, bei einer Reduzierung auf einen Silberling.
Denn - und das in Kurzform - diese Musik halte ich größtenteils für überfrachtet, überschüttet mit Bläser- und Keyboardsauce auf einigen Tracks, dazu eine teils überladene und verzerrte Gitarre, oft endend in einem für mich unsäglichen Klangmatsch. Weniger wäre mehr gewesen. Wer nun daran schuld ist, vermag ich nicht zu sagen. Eines steht fest, produziert hat das Album der allgegenwärtige Drummer Tom Hambridge, der auch fast alle Titel komponiert hat. Guy plays Hambridge, könnte man meinen. So wirkt die Musik für mich oft wie 'Blues von der Stange'. Stücke, geschrieben wie am Fließband, was mich an der Authentizität zweifeln lässt. So entstehen Stereotypen, die den Blues zu einer Showveranstaltung werden lassen.
Nun, der grundsätzlich sehr funky vorgetragene Sound ist gut, doch fühle ich mich oft genug von dieser Soundmasse erdrückt. Es gibt aber auch positive Ausnahmen, wenngleich sich "I Go By Feel" stark an "The Thrill Is Gone" in der Stimmung orientiert, oder "Whiskey Ghost", das einen so ganz eigenen Sound aufweist. Guys Gitarre klingt hier stark nach Peter Green in seinen besten Zeiten. Schön, dass hier möglicherweise eine gegenseitige Befruchtung stattfand. Die leicht schaudernde, geisterhafte Atmosphäre hat ihren besonderen Reiz. Ja, ich liebe diesen Song, der so richtig cool, sophisticated und laidback ist, um es einmal mit Fremdwörtern passender auszudrücken.
Auf der zweiten CD - übrigens im Gegensatz zur ersten, die "Rhythm" heißt, "Blues" benannt - gibt es auch noch etwas Feines. "Too Damn Bad" rockt richtig satt, voller Groove und mit viel Gefühl vollgepackt, ab und schleicht sich direkt in die Seele. "I Could Die Happy", diese Paarung der akustischen Gitarre von David Grissom mit der elektrischen, hat einen guten Bluesanstrich. "Never Gonna Change" ist wieder ein klarer Anwärter für die Positivseite, mit dem Einsatz der Slide und "Blues Don't Care" vermag mich ebenfalls zu überzeugen, so auch einer der Gaststars der Doppel-CD, auf die ich noch zu sprechen komme, der einzige derer, die mich überzeugen können: Gary Clark, Jr. an Gitarre und Gesang.
Aber leider muss ich noch einmal zurück zu dem, was mir übel aufstößt. Um gleich bei den soeben erwähnten Gaststars anzuknüpfen, vorab gleich das Schlimmste: Das ist die Beteiligung von
Kid Rock auf dem Klassiker "Messin' With The Kid". Das unqualifizierte Geknödel des Sängers, zusammen mit dem überwuchtigen Arrangement prügeln diesen so schönen Song nieder - und dazu dieser Backgroundchor, der dann eher wieder belustigend wirkt. Ach ne, warum nur? Auch Steven Tyler hätte man sich sparen sollen, so 'evil' kommt er in "Evil Twin" nun doch nicht rüber. Er krächzt alles andere als den Blues - nun gut, ich kann es ertragen, aber was sollte dieses Gastspiel bezwecken? Als Bereicherung empfinde ich es nicht. Und nun noch zu Beth Hart, einer Künstlerin, die ich zwar schätze, aber die ich bei "What You Gonna Do About Me" leicht fehl am Platze sehe, derart überengagiert zeigt sie sich hier. Das klingt überhaupt nicht bluesig, was sie hier vorlegt, sondern eher sehr angestrengt. Auf ihren eigenen Platten klingt sie authentischer und ganz einfach besser!
Fazit: Aus Zwei mach Eins und eine gute Platte wäre es geworden. Ich denke jedoch, Buddy Guy scheint es Spaß gemacht zu haben, mal wieder 'die Sau herauszulassen' und das sei ihm natürlich gegönnt!
Line-up:
Buddy Guy (lead vocals, guitars)
Tom Hambridge (drums, background vocals - CD 1, #4,6,10, CD 2, #1, tambourine - CD 1, #9, CD 2, #6, elephant bells - CD 1, #9,10)
Reese Wynans (Hammond B 3 - CD 1, #1-3,5,8, CD 2, #1,3,6,7,9, Wurlitzer - #3,8, CD 2, #6, piano - CD 2, #2-4,7)
Michael Rhodes (bass - CD 1, #1-3,5,11, CD 2, #1-3,6,7)
David Grissom (guitar - CD 1, #1-3,5,8,11, CD 2, #1-3,6,7,9, acoustic guitar - CD 2, #4)
The Muscle Shoals Horns (horns - CD 1, #1,5,8, CD 2, #6)
Wendy Moten (background vocals - CD 1, #2,10)
Regina McCrary (background vocals - CD 1, #3, CD 2, #1)
Ann McCrary (background vocals - CD 1, #3, CD 2, #1)
Frieda McCrary (background vocals - CD 1, #3, CD 2, #1)
Chris Carmichael (background vocals - CD 1, #3)
Kid Rock (vocals - CD 1, #4) Rob McNelley (guitar - CD 1, #4,6,7,9, 10, slide guitar - CD 2, #5,8,10)
Tommy McDonald (bass - CD 1, #4,6-10, CD 2, #4,5,8-10)
Kevin McKendree (Hammond B 3 - CD 1, #4,9,10, Wurlitzer - CD 1, #6,9, piano - CD 1, #7, CD 2, #5,8,10)
Jessica Wagner-Cowan (background vocals - CD 1, #4)
Herschel Bone (background vocals - CD 1, #4)
Shannon Curfman (background vocals - CD 1, #4)
Keith Urban (vocals, guitar - CD 1, #6)
Jim Hoke (all horns - CD 1, #7)
Beth Hart (vocals - CD 1, #8)
Steven Tyler (vocals - CD 2, #3)
Joe Perry (guitar - CD 2, #3)
Brad Whitford (guitar - CD 2, #3)
Gary Clark, Jr. (vocals, guitar - CD 2, #8)





Buddy Guy - "Damn Right I Got The Blues" 1/16/2013 live on David Letterman

 

 

 

Buddy Guitar

Buddy Guy website

Muddy Waters und B.B. King hatten den Grundstein gelegt. Buddy Guy machte sich dieses Vermächtnis zu eigen und entwickelte einen Blues, der auf dramatische Weise der West Side von Chicago Ausdruck gab. Zusammen mit dem Harmonikaspieler Junior Wells bildete er eine der musikalisch interessantesten Partnerschaften des Blues der 70er Jahre. In den 90er Jahren, unterstützt und geschätzt von Rockgrößen wie Eric Clapton und Jeff Beck, fand sein virtuoses Gitarrenspiel endlich die verdiente internationale Anerkennung. Die Ispiration zu dem West Side Sound des Chicago der 50er Jahre waren Platten von Muddy Waters, Howlin´ Wolf und anderen Bluesmen von Labeln wie Chess und Vee Jay. Dieser West Side-Blues war ein weit intensiverer Chicago Blues, als man ihn bis dahin gehört hatte. Seine Musiker gaben darin dem Ärger und der Frustration derjenigen Ausdruck, die vom Nachkriegswohlstand in den USA herzlich wenig spürten. Aber auch wenn der materielle Wohlstand fehlte, war der Blues reich an Ideen - vom Uptown Blues B.B. Kings und der Ausdrucksvielfalt des R&B bis hin zu den Gospel-Songs. Aus dieser Palette von Stilmischungen gingen neue Bluestalente wie u. a. Otis Rush, Freddy King, Magic Sam und Buddy Guy hervor. Und es ist kein Zufall, daß es sich dabei ausschließlich um Gitarristen handelt. Die Gitarre, bis zur Verzerrung verstärkt und bis an ihre Grenzen gespielt, verlieh mehr als jedes andere Instrument der Wut und Isolation der schwarzen Bluessänger im weißen Amerika Ausdruck. Der West Side Sound verkörperte die Ablehnung jeglicher Kompromisse und die Glorifizierung der Kultur der Schwarzen. Auch in der Musik von Jazzern wie John Coltrane und Charles Mingus und bald aller Interpreten des Free Jazz, der sich vor allem in Chicago stark machte, kam diese Haltung zum Ausdruck. Buddy Guys Musik ist jedoch nicht so intensiv mit dem West Side-Sound verbunden wie etwa die von Otis Rush oder Magic Sam. Guy stammte aus Louisiana und kam durch Lokalgrößen wie Lightnin´ Slim und Slim Harpo, den führenden Interpreten des ruhigen, lockeren Blues aus dem tiefen Süden - dem Swamp Blues -, zur Bluesmusik. Nach seinem Umzug nach Chicago entwickelte Guy seinen eigenen Stil, indem er den Louisiana Blues mit den Klängen von Muddy Waters und besonders von B.B. King versah.
Buddy Guy

Ruhm und Ehre

Auch wenn Guy keine so überrangende Figur des West Side Blues ist wie einige seiner Zeitgenossen, so ist er doch in vieler Hinsicht bedeutender als sie - zu bedeutend, um in eine einzige Stilrichtung gezwängt werden zu können. In seiner langen, über 30 Jahre andauernden Karriere - angefangen mit seiner ersten Chess-Session 1960 bis hin zu Feels Like Rain 1993 - entwickelte er sich zu einem der Giganten der Bluesgitarristen uf fügte dem Guitar Blues eine neue Dimension hinzu. Jimi Hendrix gab unumwunden zu, daß er von Buddy Guy sehr beeinflußt war, und Eric Clapton bezeichete ihn kürzlich nachdrücklich als den "bei weitem und zweifellos besten aller noch lebenden Gitarristen". Doch Guys Weg zum internationalen Erfolg war weder kurz noch leicht. Tatsächlich hätte Guy seine Hoffnungen auf eine musikalische Karriere in den Wind schreiben können, kurz nachdem er nach Chicago kam, wäre da nicht Muddy Waters gewesen. Waters hörte ihn eines Nachts in einem Club spielen und erkannte, daß dieser junge Gitarrist hochtalentiert war. Guy erinnert sich an jenen Abend: "Ich hatte seit drei Tagen nichts mehr gegessen und versuchte, mir Geld zu pumpen, um meine Mutter anzurufen und ihr zu sagen, daß ich nach Louisiana zurückkommen würde. Und da kaufte mir Muddy Waters ein Sandwich und lud mich damit in seinen Chevrolet Kombi ein. Er sagte: Daß du Kohldampf hast, ist offensichtlich. Aber dadurch, daß Muddy Waters mit mir redete, war mein Hunger wie weggeblasen. Einfach Hallo zu ihm zu sagen, machte mich schon satt. Ich war so glücklich, daß ich meine Magensäfte nicht mehr spürte. Ich sagte ihm das, und Muddy antwortete: Steig ein. Genau das waren seine Worte. Wir befanden uns vor dem 708 Club, das Auto war direkt vor dem Eingang geparkt. Und er führ fort: Jezt setz dich erstmal und iß. Ich sagte: Ja, Sir. Ich wünschte, er würde noch leben. Ich habe ihn danach, ehe er starb, oft gesehen und ihm jedesmal gedankt und ihm immer wieder erzählt, wieviel besser es mir ging, nachdem er mir in jener Nacht Mut gegeben und mir ein Sandwich gekauft hatte." Es ist eine für den Blues ganz typische Story. Das Leben der meisten Musiker ist von Zweifeln und Problemen geprägt und erfordert persönliche Opfer. Es enthält manchmal jedoch auch glückliche Momente, wie in Buddy Guys Fall, als ihm die Begegnung mit Muddy Waters die Kraft zum Weitermachen gab. Buddy Guys Geschichte beginnt am 30. Juli im Jahre 1936 in Lettsworth, Louisiana. Lettsworth liegt nordwestlich von Baton Rouge, ganz nahe am Cajun Country, ist aber nur auf wenigen Landkarten eingetragen. Mit 13 Jahren griff Buddy Guy zum erstenmal zur Gitarre.





 
Buddy Guy - "Damn Right I Got The Blues" 1/16/2013 live on David Letterman

 

 

Selbst ist der Mann

"Niemand hat mir je etwas beigebracht. Ich war allein dort draußen auf dem Land, allein mit dieser Gitarre, die nie alle Saiten hatte. Aber dann eines Tages hörte ich John Lee Hooker im Radio, und der Sound ließ mich nicht mher los. Ich versuchte und versuchte, ihn auf meiner Gitarre zu produzieren. Meine Brüder und Schwestern jagten mich aus dem Haus, da sie das Geklimper so langweilig fanden. Und ganz plötzlich girff ich in die richtigen Saiten und hatte diesen John Lee Sound gefunden. Ich spielte ihn zwei, drei Stunden lang, da ich Angst hatte, ihn nie wieder zu finden, wenn ich die Saiten losließe. Meine Hand war wie festgefroren!" Bald war er so gut, daß er mit Bands in und um Baton Rouge auftrat, doch konnte er nur mit großer Mühe seine angeborene Scheu überwinden und vor einem Publikum spielen, wie er sich vor nicht allzu langer Zeit in einem Interview mit dem Guitarist Magazine erinnerte: "Ich konnte Lightnin´ Hopkins-, John Lee Hooker- und T-Bone-Stücke recht gut spielen, aber das wußte keiner, da ich viel zu schüchtern war, um es irgend jemand vorzuspielen. Und dann, eines Tages, hatte mich ein Freund aus der High School gehört, und er sagte Mensch, wenn jemand wüßte, daß du so gut bist, müßtest du nie in deinem Leben arbeiten. Und dann, ein paar Wochen später, meinte er Ich geb dir jetzt Schoolboy Whisky zu trinken - das war Wein, aber das wußte ich nicht -, und dann schleppte er mich in einen Club. Es endete damit, daß ich einen Hank Ballard-Song mit dem Titel "Work With Me, Annie" zum besten gab. Ich war aber ziemlich angesäuselt und wußte nicht, was ich tat. Wie dem auch sei, der Manager gab mir einen Job." 1957 zog Guy nach Chicago. Eigentlich wollte er nur einen festen Job; Musik spielte damals keine so große Rolle in seinem Leben. Doch die Atmosphäre der South Side zog ihn in ihren Bann. Und schon bald trat er in verschiedenen Clubs auf: im 708 mit Otis Rush, später mit seinem eigenen Trio; im Squeeze Club mit dem Saxophonisten Rufus Foreman und dessen Band; im Trianon Ballroom mit B.B. King; und im Blue Flame Club, wo er in der "Schlacht um den Blues" gegen Magic Sam, Otis Rush und Junior Wells als Sieger hervorging. Das war der Anfang seiner eigentlichen Karriere. Im folgenden Jahr spielte er unter Leitung von Willie Dixon ein paar Singles für das kleine Label Artistic ein, zusammen mit Begleitmusikern wie Otis Rush und Ike Turner. Im Frühjahr 1960 wurde er in den "Club der besten Chicago Bluesmen" - diejenigen, die bei Chess Records unter Vertrag waren - aufgenommen. Sein Debüt für Chess Records war der atemberaubende Track "First Time I Met The Blues". Es ist möglich, daß die Idee von dem Bluesveteranen (Sänger und Pianisten) Little Brother Montgomery stammte, der einer der Sessionmusiker war und damals vor mehr als 25 Jahren einen ganz ähnlichen Song aufgenommen hatte. Die schiere Power, gerade noch zurückgehalten, ist sicher teilweise auf B.B. King zurückzuführen, doch an Guys nächsten beiden Singles - "Broken Hearted Blues" und "Ten Years Ago" - wird deutlich, daß er dabei war, seinen ganz eigenen Stil zu entwickeln. Die "Ten Years Ago"-Session bracht ihn zum erstenmal mit einem Mann zusammen, der später sein Partner werden sollte: dem Harmonikaspieler Junior Wells.

Musikalischer Wendepunkt

Die Wende kam mit dem Album Folk Festival of the Blues, das 1964 erschien. Der Titel ist insofern irreführend, da es sich um eine Aufnahme aus dem Club Copa Cabana des Chicagoer Diskjockes Big Bill Gill handelte. Die Stars dieser LP waren Muddy Waters und Howlin´ Wolf, aber die Band war Guys eigene. "Ein Traum erfüllte sich", so Buddy Guy, "als ich die Chance hatte, diese Bluesmen zu treffen. Und dann sagen die Los, komm, mach ein Album mit uns. Mehr kann man sich nicht wünschen, oder?" Nun, er hätte sich wünschen können zu singen. Er tat das zwar bei sechs der Aufnahmen, doch nur eine kam auf die LP. Aber das reichte. Britische Bluesfans wie Eric Clapton hörten Buddys "Dont´t Know Which Way To Go" und wußten schagartig, wo es für sie lang ging. Ein Jahr später spielte Buddy Guy beim American Folk Blues Festival in Großbritannien. In einem Interview mit dem britischen Musikjournal Vox sagte er vor kurzem: "Ich dachte, ich würde auf die Bühne kommen, und die Leute würden sich denken Da ist nochmal so einer, der krampfhaft versucht, daß ihm jemand zuhört. Doch sie riefen meinen Namen, und ein Kid riß mir einen Knopf vom Anzug. Das war damals der einzige Anzug, den ich besaß, doch er sagte, er wollte ihn als Souvenir. Zuhause in den Staaten hatte ich tagsüber einen Job, und kein Mensch wußte, wer ich war. Und hier kannten sie meinen Namen. Ich schloß also einfach die Augen und legte los." Guy war zu spät zu Chess gekommen, um ähnliche Erfolge wie die Bluesgrößen Muddy Waters und Howlin´ Wolf zu haben. Der Publikumsgeschmack hatte sich geändert, und selbst Chicagos Blueslabel Nummer Eins mußte sich anpassen. Guy verließ Chess 1967 und spielte zwei Alben für das New Yorker Folk- und Blueslabel Vanguard ein : A Man And The Blues und Hold That Plane. In buchstäblich den letzten Tagen der 60er Jahre wurde eine etwas merkwürdige Platte mit Junior Wells und dem Jazzpianisten Junior Mance aufgenommen mit dem Titel Buddy and the Juniors. Dabei kam eine intime Jazz-Session heraus, so als hätten die drei Musiker vergessen, daß sie sich im Aufnahmestudio befanden. Im Rückblick wird jedoch klar, daß es eine Art von Generalprobe für die Musik war, die Buddy Guy und Junior Wells im nächsten Jahrzent machen sollten. Die Partnerschaft dieser zwei Bluesmen, die ausgezeichnet singen konnten und mit ihren Instumenten neue Stilrichtungen einführten, war äußerst vielversprechend. Und manchmal wurde dieses Versprechen eingelöst: Harley Cokliss` Dokumentarfilm von 1970, Chicago Blues, enthält einen Auftritt der beiden in einem Club, der einen buchstäblich vom Hocker reißt und bei dem beide auf fast telephathische Art miteinander Musik zu machen scheinen.

Produktive Zeiten

 


Buddy Guy & Jimi Hendrix - Jam Session 
Buddy Guy plays "Stormy Monday" as Jimi Hendrix watches in awe. Then about half way through the video Jimi gets on stage with him. Definitely not high-quality video but talent sure is high-quality and then some....enjoy! This is from 1968.




Einige der besten Platten entstanden in den 70er Jahren: die erste zusammen mit Eric Clapton, ein Live-Mitschnitt beim Monteux Jazz Festival, und vor allem die Alben, die sie für das kleine Chicagoer Blueslabel Delmark einspielten, wobei Wells zwar "den Ton angab", Guys Gitarre ihm jedoch in nichts nachstand. Leider ist es nicht gerade billig, zwei große Talente auf einmal zu bezahlen, und Ende der 70er Jahre gab es einfach nicht genug reguläre, gut bezahlte Arbeit, um ein Florieren des Guy-Wells-Teams zu garantieren. Sie trennten sich in Freundschaft. Eine Zeitlang hatte Guy seinen eigenen Club, Checkerboard Lounge, auf der South Side in Chicago. Aber die Zeit arbeitete gegen ihn. Die späten 70er und die meisten der 80er Jahre waren harte Zeiten für den Blues. Doch glücklicherweise ist Buddy Guys Geschichte eine Story mit Happy End. Wie John Lee Hooker, hat auch Buddy Guy wieder- und noch größere - Anerkennung gefunden, indem er einfach ruhig darauf wartete, daß sich irgendwann jemand an ihn erinnern würde. Die Methode zahlte sich aus: Zwei seiner Alben waren inzwischen Hits, sein Video war im Fernsehen zu sehen, und sein neuester Club, eine Bar namens Buddy Guy´s Legends, zieht nicht nur Fans an, sondern auch junge Musiker. Diese wollen den Blues von jemandem lernen, der ihn voll und ganz beherrscht. Darunter auch Buddys zweitjüngster Sohn. "Als er den Blues lernte, sagte er oft Ich werd´s dir schon noch zeigen!. Als er 21 wurde, kam er in den Club und hörte mich zum erstenmal spielen. Als ich fertig war, meinte er, Ich glaube nicht, Daddy, daß ich es jetzt schon mit dir aufnehmen kann."

http://www.bluesmans.de/biograph/german/bioguy/


Sweet Home Chicago - Buddy Guy (Crossroads Guitar Festival 2004) 

Donnerstag, 5. Dezember 2013

B T C Bluesrevue, Neal Black, Nico Wayne Toussiant, Fred Chapellier







B T C Bluesrevue - Live and More

Die Scheibe habe ich zufällig entdeckt - das 2012 erschienene Album Live and More von BTC. Eine gute Scheibe und ein guter Anlass, die drei ausgezeichneten Musiker einmal vorzustellen. Für mich war diese Scheibe ein Glücksgriff, denn wer weiss, wann ich sonst auf diese Typen gestossen wäre.

 

Neal Black 

 

Neal Black ist ein Sänger , Songwriter und Gitarrist amerikanischen .
Neal Schwarz begann seine Karriere Diskographie in New York in 1993 mit Blues beäugte schwer und mächtig, um den schweren Rock der 1970 's, während subtiler, manchmal schwer-als der Durchschnitt allmählich zu drehen Schritt hin zu einem Sound, der die Wurzeln ganz besonderen Klang der Gitarre umfassen kann Dobro , und Messing. Es hat eine Stimme Grab, heiser, sehr steinig und leistungsstarke ganz Besonderes. Sein Spiel Gitarre ist so schillernd Elektro-Akustik spielen dieses Spiel.
Und zu seiner Rückkehr Texas Hause in den späten 1990 's, dann mit Wohnsitz in Mexiko für 3 Jahre. Seit 2004 lebt er in Frankreich und übt so seine Kunst in der Sechskant, aber auch in Europa mit anderen Künstlern wie Französisch NINA VAN HORN (Komponist und Autor des 2006-Album), sondern auch BLUES VERSCHWÖRUNG, NICO WAYNE TOUS , Leadfoot RIVET und FRED Chapellier.
Veröffentlichung des nächsten Albums Anfang 2011
 
 
NEAL BLACK / I Don't Get The Blues / LIVE 
Recorded Live at Jazz Club Meridien / Paris Paris,, Featuring; Neal Black ( Voc , Gtr ) , Nico Wayne Toussaint (Harp), Fred Chapellier (Gtr ) , Mike Lattrell (Organ), Kim Yarbrough ( Bass ) Vincent Daune (Drums)



Nico Wayne Toussaint

Ein Franzose in Amerika. Nico Wayne Toussaint verbringt mittlerweile viel Zeit im sonnigen Florida. Der 1973 in Toulon geborene Komponist, Musiker und Sänger begann erst im Alter von achtzehn Jahren mit dem Harp-Spiel. Muddy Waters' "Hard Again" mit James Cotton hatte ihn für den Blues begeistert. Zusammen mit seinem Vater war er in der Band Vente Du Sud und 1996 hatte Toussaint seine eigene Band... Nico And Friends. Während seiner jährlichen Besuche in den USA war er bei vielen Konzerten in Minneapolis, New Orleans und Chicago. Toussaint stand mit Luther Allison, Billy Branch, Eddy C. Campbell, Jimmy Johnson, Willy Kent oder R. J. Mischo auf der Bühne.
1997 war dann sein erstes Album mit dem Titel "C'est Si Bon" auf dem Markt und in der Folge war sich der junge Franzose ziemlich schnell mit dem Label Dixiefrog einig. 1998 erschien "My Kind Of Blues" bei der Plattenfirma und im März 2007 dokumentierte er sein zehnjähriges Plattenjubiläum nicht etwa mit einer Compilation, sondern einer Scheibe, die Toussaint mit seiner damaligen Tour-Band einspielte. "Southern Wind Blowin'" war nicht die letzte Platte des Weltenbummlers in Sachen Harp & Blues. 2009 war "Blues Entre Les Dents" eine CD, die er in französischer sowie englischer Sprache aufnahm.
Nun liegt "Lonely Numbers" auf dem Schreibtisch und wenn man sich vor Augen führt, wie viel der Franzose in den Vereinigten Staaten herumgekommen ist, dann darf man bei dieser CD mit Fug und Recht von einer musikalischen Reise durch die USA reden. Bei den vielen Stationen von der Westküste, den Swamps über Chicago nach New Orleans begegnet der Protagonist einigen Bekannten, die ihm bei diversen Tracks Gesellschaft leisten. 

Nico Wayne Toussaint Montreal International Jazz Festival 2013 
French Bluesman Nico Wayne Toussaint perfoming at the Montreal International Jazz Festival, Thursday July 4, 2013.


Fred Chapellier

 

Frédéric Chapellier sagte Fred Chapellier, * 4. Juni 1966 in Metz , ist ein Gitarrist, Songwriter und Performer.  
Fred Chapellier * 4. Juni 1966 in Metz , begann Gitarre zu spielen im Jahr 1981 . Nach einigen Lehrjahren begann er tourt mit seiner ersten Blues-Band "Kashmir" (1992-1997), bevor die Bildung der Gruppe "Men in Blue" mit Big Joe Barret. Doch Fred hat das Bedürfnis, Ausdruck zu geben frei seine Musik [Bearbeiten]. , damit im Jahr 1999 entschied er sich, seine ultimative Gruppe "Fred Chapellier Blues Band" zu bilden.
Im Jahr 2004, "Fred Chapellier Blues-Band" wird dauerhaft FRED Chapellier. Verlassen Sie die Wörter "Blues Band", denn wenn Fred wird zweifellos von der Musik beeinflusst, ist es so wie der Soul und Rock. Also mit diesen drei Musikstile baute er seine eigene Musik. [ref. benötigt]
Nach zwei Alben auf Französisch "devil Blues" in 2003 und "The Eye of the blues" im Jahr 2005 . Fred ist eine Hommage an seine Lieblingsgitarrist, dem verstorbenen Roy Buchanan in seinem Album "Chapellier Fred & Freunde, eine Hommage an Roy Buchanan", im Jahr 2007 veröffentlicht .
Im Jahr 2009 trat Fred gemeinsam mit Billy Preis, Sänger Roy Buchanan . Ihr Album Night Work "unter dem Label veröffentlicht DixieFrog sieht hervorragende Kritik auf beiden Seiten des Atlantiks [ref. benötigt] . So, dass Nachtarbeit wird den ersten Platz in der Powerblues X.Roads Magazin in Frankreich nehmen und geben Sie in 5. Position blues US-Charts, die Top-Spot für mehrere Wochen getroffen [ref. benötigt] . Fred ist gut, nicht nur von den Europäern, sondern auch von der amerikanischen Öffentlichkeit anerkannt. [ref. benötigt]
Im Jahr 2010 war es neben Jacques Dutronc , Fred auf einer Tour von 89 Terminen. CD & DVD leben diese Tour: Und Sie, und Sie, und Sie im Oktober 2010 herauskam.
2011 ist das Jahr der Zusammenarbeit. Fred teilte die Bühne mit seinen Freunden Neal Nico Wayne Toussaint Schwarz und für eine Reihe von Konzerten. Im gleichen Jahr, Fred und sein Freund Tom Principato, Gitarrist Washington DC treffen sich für eine Tour durch 15 Termine, die Geburt zu geben "Leben zu Hause Paulette."
Im Februar 2012 nahm Fred in Memphis (Tennessee) , wo er Frankreich auf der International Blues Challenge vertreten. Hundert und fünfzig Gruppen aus der ganzen Welt in den Clubs Beale Straße konkurrieren um 8 Tage. Fred geht ins Halbfinale. Ein Team von France 2 wurde durchgeführt und eine 25-minütige Dokumentation über seine amerikanische Abenteuer. Dieser Bericht wird im Mai veröffentlicht zusammen zu bringen mehr als 4 Millionen Zuschauer. 
Am 23. Oktober 2012 erscheint sein Album "Electric Fingers" unter dem Label DixieFrog .

 
Festival des Notes Bleues - Fred Chapellier
  Concert du samedi 2 février 2013 à Saint Martial de Mirambeau




Live And More... [Doppel-CD]     Neal Black , Nico Wayne Toussaint , Fred Chapellier Audio CD 



 
BTC Bues Revue - Neal Black / Nico Wayne Toussaint / Fred Chapellier - "Ain't No Need" 




Es ist noch gar nicht so lange her, dass an dieser Stelle die im November 2011 veröffentlichte letzte CD des französischen Bluesmusikers Nico Wayne Toussaint sehr positiv besprochen wurde. Und noch jünger ist das ebenso positive Review über die - wenn auch geringfügig ältere - neueste CD Sometimes The Truth von Neal Black & The Healers, auf der bereits wiederum Nico Wayne Toussaint als Gast mitgespielt hat. Und jetzt stolpere ich über das vorliegend zu besprechende Live-Album der B.T.C. Blues Revue. Bereits auf dem Cover wird die Namensgebung durch die Nennung der bereits erwähnten Musiker sowie dem weiteren Franzosen Fred Chapellier erklärt, wobei die Anfangsbuchstaben der drei Nachnamen in jeweils derselben Farbe ausgewiesen sind wie im Bandnamen markiert. In derselben unterschiedlichen Farbgebung sind im Übrigen die einzelnen Songs auf der Rückseite des Albums notiert, was bereits darauf hinweist, welcher der drei Protagonisten für welchen Song verantwortlich zeichnet, sei es als Komponist oder als Lead-Sänger. Alles klar also!
Das im Mai 2012 erschienene Album beinhaltet auf der ersten CD Songs von drei Auftritten der Musiker im Juni 2011 im L'Orange Bleue, einem 520 Plätze großen Szene-Club mit angeschlossenem Tonstudio in der französischen Kleinstadt Vitry-le-François. Beigelegt ist eine weitere CD, die ausdrücklich als 'Bonus Studio CD' bezeichnet ist und in eben diesem Tonstudio aufgenommen worden ist. Wann diese Aufnahmen eingespielt wurden, ist leider nicht dokumentiert; ich gehe allerdings davon aus, dass dies im zeitlichen Zusammenhang mit den Live-Auftritten erfolgt ist. Angesichts der kurzen Laufzeit dieser zweiten CD, kann man in der Tat nicht von einem vollwertigen Doppel-Album sprechen, sodass die Bezeichnung 'Bonus Studio CD' insbesondere auch im Hinblick auf den Preis für eine normale CD gerechtfertigt ist.
Begleitet werden die drei Namensgeber der Blues Revue von Mike Lattrell, Christophe Garreau sowie Vincent Daune; die beiden Letztgenannten ebenfalls Franzosen, oder aber - wie Mike Lattrell und genauso wie Neal Black - schon seit vielen Jahren in Frankreich lebende Amerikaner. Also ein französisches Blues-Album? Ja und nein. Die An- und Absagen auf der Live-CD sind natürlich - dem Publikum entsprechend - vorwiegend auf Französisch, wobei sich Neal Black am Ende sogar für sein schlechtes Französisch entschuldigt. Auch haben einige wenige Songs einen französischen Titel und einer wird tatsächlich auf Französisch gesungen. Ansonsten gibt es eigentlich keinen wahrnehmbaren Unterschied zwischen französischem oder amerikanischem, genauso wenig wie zu englischem oder gar deutschem Blues; Blues ist einfach international! Und das ist gut so!
Und was man zu hören bekommt, ist ein solides, abwechslungsreich gestaltetes Konzert vor begeistertem Publikum. Bemerkenswert ist, dass kein Titel des Konzertes von den seinerzeit aktuellen, oben bereits genannten Alben von Neal Black bzw. Nico Wayne Toussaint stammt. Natürlich sind die Songs selbst nicht neu, offenbar hat man sie aber gezielt für diese Aufnahmen ausgewählt und nicht einfach aktuelles Material dargeboten.
Hat Neal Black die Führung, dominiert wieder einmal seine markante tiefe Stimme, ob (lediglich beispielsweise) bei "Daily Bread", "Handful Of Rain" oder auch "I'll Fly Away". Letztgenannter Titel, durch eine herrliche 'Schweineorgel' eingeleitet und auch durchgehend untermalt, klingt schon fast nach Tom Waits, so rau kommt seine Stimme rüber. Kontrastiert wird dies durch die glasklare Solo-Gitarre - herrlich! Ohne Gesang kommt demgegenüber "Fish Drip Jones" aus, dafür aber mit interessanter Instrumentierung einschließlich der Mandoline von Mike Lattrell; teilweise meint man sogar Streicher zu hören.
Insgesamt rockiger klingen die von Nico Wayne Toussaint verantworteten Songs, bis hin zu dem herrlich flotten Boogie "Boogie-ing At L'Orange Bleue", eine Hommage natürlich an den Ort der Veranstaltung. Deutlich stärker sind hier die Tasteninstrumente vernehmbar (herrlich wiederum die 'Schweineorgel' im Schlusssong "Turning Point") und natürlich die Toussaint'sche Harp.
Dass der dritte im Bunde der Protagonisten Fred Chapellier »The world's greatest unknown guitarrist« - Roy Buchanan als eines seiner Idole verehrt, merkt man nicht nur an dem herrlichen Instrumental "Blues For Roy" (mit gut achteinhalb Minuten der mit Abstand längste Song des Albums), sondern auch an seiner Zusammenarbeit mit Billy Price - in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts Sänger bei eben jenem Gitarristen - der vorliegend die beiden Kompositionen "When The Lights Came On" und "Smart Money" entstammen, sowie letztendlich dem dargebotenen Buchanan-Cover "Rodney's Song". Alle Titel könnten durchaus von Roy Buchanan eingespielt sein, und das ist ja nicht unbedingt eine negative Feststellung!
Jeder der drei Protagonisten trägt auf der Live-CD für jeweils fünf Songs die Hauptverantwortung; genauso ausgeglichen ist die Verteilung auf der nur sechs Songs umfassenden Studio-CD, wobei auch die angesprochene unterschiedliche Charakteristik beibehalten bleibt. Insofern ist die Studio-CD nichts anderes als eine Fortsetzung des Live-Auftrittes - nur eben ohne Publikum. Die Neal Black-Darbietungen "Blues Follow You Home" und "Sunrise In Prison" stehen für die eher getragene Variante des Blues; Nico Wayne Toussaint kommt mit "Can't Sleep At Night" beinahe funkig rüber, während "Rock & Roll Woman" entsprechend seinem Titel arrangiert ist. Und schließlich beendet Fred Chapellier nach einem rockigen "Saint On The Highway" das Album mit dem stark swingenden "Memphis Connection Part 1" - nur zu gerne hätte ich noch "Part 2" gehört, doch nach gut 23 Minuten ist leider diese Scheibe schon zu Ende.
Insgesamt betrachtet, stellt die B.T.C. Blues Revue ein gutes Projekt dar, das sicherlich eine Fortsetzung verdient hat.
Line-up:
Neal Black (vocals, lead & rhythm guitar, resonator guitar)
Fred Chapellier (vocals, lead & rhythm Guitar, acoustic guitar)
Nico Wayne Toussaint (vocals, harmonica)

Mike Lattrell (piano, Hammond organ, mandolin)
Christophe Garreau (bass guitar)
Vincent Daune (drums)

http://www.rocktimes.de/gesamt/b/btc_blues_revue/live_and_more.html

 

 
Neal Black Nico wayne Toussaint Fred Chapellier How I Got To Memphis Neal Black
 Neal Black- Nico wayne Toussaint - Fred Chapellier



Mal wieder hatte ich das große Glück, Neal Black & The Healers live zu erleben. Und das Ganze gleich an drei verschiedenen Terminen: Am 06.04.2011 im Spirit of 66 in Verviers, am 09.04.2011 im Café de Weegbrug in Roermond und am 23.04.2011 in De Blauwe Wolk in Zottegem.
Neben Neal waren mit von der Partie: Vincent Daune, der schon mit Luther und Bernard Allison auf Tour war und neu Kris Jefferson, der langjährige Bassist von Popa Chubby.
Die Premiere vor Publikum hatte das Trio in Verviers. Hier hatte Kris Jefferson noch einen Stapel mit Songsheets neben dem Bassverstärker liegen, die ihm den Weg durch das reichhaltige und bisweilen trickreiche Bühnenprogramm Neal Black’s weisen sollte.
Bis auf ein paar kleine Irrläufer und Missverständnisse klappte das Zusammenspiel doch schon recht gut an diesem ersten Abend, und das nach nur ein paar Stunden proben am Vortag in Paris, wahrlich nicht schlecht.
Neal fängt jedes seiner Konzerte mit einem Akustikpart an, bevor es dann auf elektrischen Pfaden weiter geht. Hier hören wir dann Titel wie den von Tom T. Hall geschriebenen Song «On My Way Back To Menmphis» oder «Black Mountain Rag».
Bereits an diesem ersten Abend im Spirit of 66, spiegelt die Band beste Spielfreude wider. Im Gepäck hat die Band natürlich die brandneue und überaus gelungene CD «Sometimes The Truth», auf der Popa Chubby, Mason Casey, Nico Wayne Toussaint und Fred Chapellier als musikalische Gäste verzeichnet sind. Von diesem Silberling gibt es einige Songs zu hören: «Chicken Shack Cognac» oder «Goodbye Baby» zum Beispiel.
Natürlich sind auch Dauerbrenner wie «Who Do You Love», «Call Mama», «Steppin’ Out», «Handful Of Rain» oder «Poor Boy» auf der Setlist, die Neal neben seinen Effektpedalen liegen hat. Die Setlist ist jeden Abend anders, das bringt Abwechslung in das Geschehen.
Immer wieder zu Herzen geht «I Don’t Have The Blues (When I’m Stoned)».
Genau zwei Wochen liegen zwischen den Gigs in Roermond und Zottegem, wo sich das für meine Ohren das Beste der drei von mir besuchten Konzerte abspielt.
Von Abstimmungsproblemen ist nun überhaupt keine Spur mehr zu hören. Der Papierstapel neben Mr. Jefferson’s Amp ist verschwunden. Das Powertrio marschiert ohne Wenn und ohne Aber durch das Programm, als gäbe es kein Morgen mehr.
Für alle drei Beteiligten bietet sich genügend Platz, sich auch solistisch auszutoben. Neals’s Gitarrenspiel gehört mittlerweile mit zum Besten, was ich je live erleben konnte. Vincent Daune ist eine Rhythmusmaschine, die sich durch nichts beirren lässt und Kris Jefferson, der Sunnyboy aus New York City mit derzeitigem Hauptwohnsitz in Wien, lässt keinerlei Zweifel an seinem facettenreichen Bassspiel aufkommen.
Die knapp 40 Zuhörer freut dies. Die Uhr lassen wir außer Acht. So werden es am Ende gefühlte zweieinhalb Stunden sein, als der letzte Akkord erklingt.
Für mich persönlich gab es noch ein Highlight an diesem Abend in De Blauwe Wolk: Ich hatte das große Vergnügen und die ebenso große Ehre beim Titel «Did You Ever ?» mit dieser tollen Band auf der Bühne zu stehen und die Harp zu spielen, eine Sache, die so richtig Spaß gemacht hat.
Den Hühnerdraht brauchte der Veranstalter nicht herunter zu lassen, so war wohl auch alles für das Publikum ok .



Neal Black - Streamline Woman (slide)
 High Voltage Texas Boogie Live @ "Climax Club legend" Riotord (43) France May 8th, 2010




Man stelle sich vor Tom Waits singt Boogie - dann kommt man Neal Black schon ziemlich nahe. Die Platten des aus San Antonio, Texas stammenden Musikers sind Meisterwerke des Blues und Boogie, die New York Times lobte Black als beste rauchige Stimme diesseits von Tom Waits. Von der Klasse Neal Blacks können sich Eschweiler am Dienstag, 13. Januar, live überzeugen, denn dann macht er im Rahmen seiner Tour Halt im Talbahnhof. Mit dem Konzert startet die „Blues meets Rock”-Serie ins neue Jahr.

Neal Black hat über viele Jahre mit den bekanntesten Musikern seines Genres und auf allen wichtigen Festivals weltweit gespielt. Zusammen mit seinen Healers trat er mit Stevie Ray Vaughan auf, in dessen Biographie er auch erwähnt wird. In den letzten 20 Jahren führte Neal Black ein unstetes Leben, spielte in fast allen Staaten der USA, in Canada, Mexiko und Europa und trat unter anderem mit Johnnie Johnson, Chuck Berry und Johnny Copeland auf.

Neal Black gehört zu den „unbekannten” Grössen des Blues und Boogie. Jeder ernstzunehmende Bluesmusiker kennt ihn und seine urgeigene Mischung aus hochprozentigem Boogie und treibendem Texas-Bluesrock, jedoch blieb ihm der „grosse Durchbruch” beim Publikum bisher versagt. Trotz aller glänzender Reviews und Ehrungen, mit denen er überschüttet wurde. Sein Gitarrenspiel ist aberwitzig und aufregend, was auch schon sein Vorbild Stevie Ray Vaughan bemerkte, der ihn mit auf Tour nahm, seine Balladen sind herzzerreissend.


Unterstützt wird Neal Black bei seinem Konzert im Talbahnhof von Kim Yarbrough am Bass und Vincent Daune am Schlagzeug. Der New Yorker Yarbrough hat unter anderem schon mit Screaming Jay Hawkins und Bernhard Allison zusammen gespielt. Mit Letzterem hat auch der Pariser Daune schon die Bühne geteilt.
Neal Black & The Healers - New York City Blues (feat. Popa Chubby) 
From the album Sometimes The Truth (2011)
With Popa Chubby


Den musikalischen Part werden der Franzose Nico Wayne Toussaint und seine Band bestreiten. Der aus Toulon/Südfrankreich stammende 39-jährige Komponist, Musiker und Sänger hat sich ganz dem Chicago-Blues verschrieben.
Inspiriert und begeistert von Muddy Waters’ "Hard Again" mit James Cotton entdeckte Nico Wayne Toussaint erst im Alter von achtzehn Jahren die Bluesharp als sein Instrument. Seine Liebe zum Blues kommt letztlich nicht von ungefähr, denn sein Großvater, der ihm auch seinen markanten Vornamen „Wayne“ vermachte, war in Minneapolis/Minnesota beheimatet. Genau dort nutzte Nico W. Toussaint 1996/1997 während eines Praktikums als College-Lehrassistent in Minnesota die Zeit, um den Blues vor Ort intensiv zu studieren.
Seine erste CD „C’est si Bon“ nahm er 1997 in Minneapolis mit befreundeten Musikern auf. Seit 1998 tourt Nico W.Toussaint in unterschiedlichen Bandbesetzungen rund um den Globus, wobei er schon mit Blues-Größen wie Luther Allison, Billy Branch, Jimmy Johnson oder James Cotten auf der Bühne stand. Mittlerweile kann er auf 9 eigene Musikalben sowie eine besonders herausragende Gemeinschaftsproduktion (BTC live) mit den Gitarristen Neal Black und Fred Chapellier zurückblicken



Nico Wayne Toussaint Quartet




Hier wird er rotzig und gemein - gemeinsam mit dem Mundharmonika-Ass Nico Wayne Toussaint macht das Trio French Blues Explosion klar, dass die Sprache der Straße auch im Blues ihren Platz hat. Musikalisch ist das Album wirklich eine Explosion in Sachen Elektroblues des 21. Jahrhunderts.

Im Radio läuft nur Scheiße, das Fernsehprogramm ist auch nur Müll - warum tut man sich das eigentlich immer noch an? Wenn French Blues Explosion feat Nico Wayne Toussaint mit „S... on the Radio“ loslegt, dann steht hinter dem Titel auf dem Cover gleich als Klammerbemerkung: Explicit. Und das ist nicht der einzige Song, der bildungsbürgerliche Eltern aufschrecken könnte, auch nicht der einzige mit dieser Warnung vor derber Sprache. Aber genau die macht einen großen Reiz des Albums aus. In Kombination mit einem immer der Tradition verhafteten aber nie auch nur im geringsten angestaubten Bluesrock zeigt die französische Band, dass Blues auch heute noch die Musik rebellischer und unzufriedener Jugendlicher sein kann. Und dass nicht selbsternannte Gangster-Rapper die alleinige Nachfolge der Punk-Revolte übernommen haben (die diese seinerzeit ja von den Rock & Rollern übernommen und weitergeführt hatten).
Doch keine Angst: Es geht auf dem Album nicht immer nur so rotzig zu. Bei Stücken wie „Hey Little Honey“ klingt der Rock & Roll der 50er durch, das wundervolle „I Think“ ist ein gespenstischer Voodoo-Blues im Geiste von Howlin Wolf. Und bei „El Mariachi“ kollidiert der Blues auf‘s Witzigste mit mexikanischer Musik. Und eine Ballade wie „Once And For All“ sollte nicht nur die Fans von Gitarristen wie T-Bone Walker sondern auch die letzten Skeptiker überzeugen, dass French Blues Explosion eine Band sind, die ganz genau weiß, was sie tut. Was sie tut, macht einfach eine Menge Spaß.. Und die Harp von Nico Wayne Toussaint setzt dem Triosound immer noch das letzte Extra-Häubchen auf, so dass niemals Langeweile auftaucht bei dem Album. (Iguane)




Live Uit Lloyd - Nico Wayne Toussaint - One Fine Day




Wie war das noch mit dem Propheten und dem Berg? Egal, wollen sie sich treffen, so muss sich einer bewegen oder beide sich auf einander zu oder wie auch immer.
Vorgenommen hatte ich es mir schon lange beim eifrigen Studieren der Tourpläne von Tom Principato und Fred Chapellier. Oft sah ich ihre Namen gemeinsam bestimmten Locations zugeordnet. Allerdings lagen diese immer in Frankreich.
Aber heute soll es dann sein. Nach drei Stunden Fahrt ins französische Dunkerque bzw. dessen Vorort Grande- Synthe, an der Kanalküste, treffe ich vor dem Restaurant „Le Zap’ing“ ein. Ein Blueskonzert in einer Pizzeria? Geht das? Und wenn wie?
Ich mache es kurz: Es geht und das ganz gut sogar. Der Restaurantbetrieb ist bis auf den Getränkeverkauf eingestellt. An den Wänden Zig Fotos von Musikern die hier schon gespielt haben. Sogar Erkan Özdemir, der Bassist von Memo Gonzales’ Band prangt hier, ein paar Bilder weiter entdecke ich ein Foto von Junior Watson.
In Nullkommanix ist das Lokal proppenvoll. Konzertstart ist 18Uhr. Wir sind etwa eine halbe Stunde früher dort und haben die erste Gelegenheit mit Tom Principato und Fred Chapellier zu sprechen.
Am Schlagzeug sitzt Patt Machenaud und den Viersaiter bedient Abdel Benachour. Die Vier gehen sofort zur Sache «If Love Is Blind» vom Tom’s 2005 erschienenen CD «Guitar Gumbo» ist gleich der wuchtige und damit richtige Einstieg in ein Konzert, das alle, die ich später darauf anspreche, in den höchsten Tönen lobend als „begeisternd“, „super gelungen“ oder „Spitzenklasse“ bezeichnen. Soviel sei schon verraten, ich schließe mich dem ohne jedwede Abstriche an. Jeder der 300 Kilometer war es wert, hierhin zu kommen.



Fred CHAPELLIER - Billy Bob's - Hoochie coochie man



Tom und Fred wechseln sich im Leadgesang und bei den Gitarrensoli ab. Manchmal kommt es auch zu wahrhaft meisterlichen Duellen der Sechssaiter. Hier zündet das akustische Feuerwerk dann erst recht.
Spielfreude und Spielwitz gepaart mit technischem Können auf höchstem Niveau zeichnen die beiden Gitarristen aus.
Damit hat man das Publikum natürlich schnell „in der Tasche“. Der Beifall ist stürmisch, laut und ausgiebig. Die Stimmung in dem kleinen, aber feinen Club kocht auf höchster Flamme.
Es wird ein gelungener Sonntagabend. Die Titel auf der Setlist stammen hauptsächlich aus dem weitläufigen Werk Tom Principatos und aus Titeln aus Fred Chapelliers Album «Night Works», das er mit dem aus Philadelphia stammenden Sänger Billy Price auf genommen hat.



Fred Chapellier ist eine der anerkannten Blues-Größen Frankreichs. Anfang der 90er Jahre gründete er seine erste Blues-Band namens "Kashmir", mit der er 4 Jahre lang auf Tour ging. Daran anschließend folgten die Jahre, in denen Chapellier als Gitarren-Gesangs-Duo "Men in Blue" zusammen mit dem Franko-Amerikaner Joey "Big Joe" Barret auftrat und 2 CDs aufnahm (1997 und 1998).
Doch Chapellier fühlte sich durch die Duo-Formation zunehmend eingeengt und beschloss, zu „seinem" Musikstil zurückzukehren. Auf der Suche nach größerer künstlerischer Freiheit, gründete er 1999 schließlich die „Fred Chapellier Blues-Band" mit einer umwerfenden Rhythmusgruppe, bestehend aus dem Schlagzeuger Pat Machenaud, dem Bassissten Abder Benachour und dem jungen Pianisten Damien Cornelis. Zwei Alben folgten: "Blues Devil" (2003) und „L'oeil du blues" (Das Auge des Blues, 2005), beide bei dem Label "Mosaic Music" erschienen. Auf den Alben wirkte u.a. auch der begnadete Pianist von Johnny Hallyday, Johan Dalgaard, mit, des weiteren Miguel M und Lorenzo Sanchez. Abgerundet wurde die Besetzung durch Boney Fields (Lucky Peterson, Luther Alison...) und sein Blechbläserensemble.
Der Durchbruch gelang Chapellier schließlich 2004 bei der Verleihung der „Trophées France Blues" mit seiner Nominierung zur „Bluesentdeckung des Jahres" und zum „Besten Gitarristen des Jahres". Im selben Jahr nahm er wieder Kontakt zu Jean Roussel auf, seines Zeichens berühmter Organist, Arrangeur und Komponist, aber auch erfolgreicher Produzent zahlreicher Alben großartiger Künstler wie Cat Stevens, Bob Marley Police, Roy Buchanan,10CC, Thin Lizzy, u.a. Jean Roussel hatte in den 70er Jahren mit Chapelliers großem Idol Roy Buchanan zusammengearbeitet und das Album „You're not alone" herausgebracht.

When The Lights Came On - Billy Price & Fred Chapellier