Montag, 7. Oktober 2013

Engerling -Nachtrag

Engerling - kleine Presseschau

  Engerling - Torgau - Kulturbastion - Tommy Simpson - 12.01.2008 

http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Blues-made-in-GDR-1872879474 

 

1975 in Berlin-Ost von dem Sänger, Keyborder und Mundharmonikaspieler Wolfram Boddi Bodag als Amateurband namens Engerling Blues Band gegründet, mischte sie von Anfang an Elemente des Blues mit denen von Rock und Soul und schuf so ihren eigenen Stil.

Neben Monokel, Stefan Diestelmann oder dem Erfurter Jürgen Kerth wurde sie zu einem festen Bestandteil der DDR-Bluesszene und auch bald eine professionelle Gruppe. Wolfram Bodag und der Gitarrist Heiner Witte absolvierten eine Ausbildung an der Musikschule in Berlin-Friedrichshain, alles anderen Bandmitglieder, die Besetzung wechselte mehrfach im Laufe der Jahre, waren Autodidakten.

 

 

„Er ist nicht mein Präsident“

Die Achse der Guten: Mitch Ryder aus Michigan und Boddi Bodag aus Ostberlin Von Chr. Dieckmann
Eines Tages tropfte es aus Bodags Zimmerdecke. Die Wohnung über ihm im vierten Stock stand leer. Er friemelte die Tür auf und betrat eine böse Bude: kaputte Fenster, Regenwasser, Müll und tote Katzen. Bürger Bodag meldete die Zustände der Ostberliner Wohnungsverwaltung und verreiste. Die Behörde befahl Räumung und entsandte die Brigade Gründemann. Der Brigadier, dem auch der Keller Stockwerk war, zählte souverän bis vier, knackte Bodags Wohnung und räumte wie geheißen. Bodags Habe, auch die Plattensammlung, flog auf einen Hänger, aus dem sich alsbald die Nachbarschaft bediente. Ja, an Bluesthemen litt die DDR nicht Mangel.
Verantwortungsträger vom Schlage Gründemann vertilgte die Marktwirtschaft. Man kann ja an der Wende mancherlei bemäkeln, aber Bodag ist ein wandelndes Exempel, dass die wirklich guten Ossis in den Himmel kommen, jedenfalls von Zeit zu Zeit. Wolfram Bodag, ostweit als Boddi populär, Chef der Berliner Band Engerling, war ein Prototyp der DDR-Rockszene: Alltagspoet, Keyboarder von Graden und singender Verwandler von Aggression in Melancholie. Obwohl ihm die Polizei 1986 die Hände brach, wollte er nie Staatsstürzer werden, lieber Radrennfahrer.
Als Boddi, in bewährter Trockenheit, mir 1988 die Gründemann-Story erzählte, lief im Hintergrund eine seiner Lieblingsplatten: How I Spent My Vacation von Mitch Ryder. Bodag verehrte das Detroiter Nebelhorn wie einen der vier Evangelisten; die anderen hießen vermutlich Bob Dylan, Randy Newman und Van Morrison. Eben war Ryder, unfassbar, im Palast der Republik aufgetreten und hatte diesen Kreml der sozialistischen Freizeitgestaltung mit seinen todeskundigen Hymnen kontaminiert (nachzuhören auf dem gloriosen Live-Album Red Blood White Mink). Unvergessliches Finale: Ryder, Soul Kitchen gurgelnd im fahlen Licht der Angst, wandelt sich zum Erlöser. „In the end I’ll be your friend“, sang er, wie schwebend, „ smile again, smile again (…) when the bombs stop fallin’ on Berlin“.
Im Herbst 1989, kurz vor der Revolution, durfte Bodags Band erstmals nach Westen. Verblüfft hörte in Hamburg Ryders deutscher Booking-Agent Karsten Schölermann, wie die Ossis Ryder-Songs spielten. Er machte Kontakt, und anfangs der Neunziger avancierte Engerling zu Ryders europäischer Band. Transatlantische Differenzen sind beiden Seiten nicht erinnerlich, allerdings bestaunte Ryder die Übungsdisziplin der Deutschen und dass die Engerlinge auf der Probe Noten malten. Dann action: Ryders Jericho-Organ trompetete den Urschrei aus Freezin’ In Hell. Bodag kippte hinterrücks vom Keyboard und schlug sich den Schädel auf.
Seit Ryder und Engerling gemeinsame Sache machen, fabrizierten sie ein Studio-Album (Rite of Passage, 1994), ein Konzert-Video und etliche Tourneen. Die des Vorjahrs dokumentiert trefflich die eben erschienene Live-CD The Old Man Springs A Boner (BuschFunk 00852, BuschFunk, Rodenbergstraße 8, 10439 Berlin, Tel. 030/44651100). Der Geist kehrt zurück, pantert über die Bühne, hält das Mikrofon mit den Fingerspitzen und raucht seine Guttural-Erotik aus, dass es dich überläuft: „I claim to fly with the master of love…“ Ryders größtes Talent ist Dynamik, die Stille hinter dem Schrei. So würde Jim Morrison mit 57 klingen. Bodag beorgelt die blauschwarze Messe, Manne Pokrandt basst fett, die Slide-Gitarristen Heiner Witte und Robert Gillespie halten Ryders schwere Lok unter Dampf und auf doppeltem Gleis. Wie betäubt ballt sich das Volk im heißen Qualm. Dann ist es vorüber. Licht flackert auf. Die Menge taumelt hinaus. Das erste Bier. Noch hält der Bann. Da drängelt sich ein Tempelschänder an den Berliner Tresen und offenbart seinem Kumpel: Ick war jrade mit Mitch pinkeln. – Und? – Is och alt jeworden.
Mitch Ryder führt ein Doppelleben. In den USA zehrt er vom Sixties-Ruhm seiner Detroit Wheels. Dort, sagt er, verlange man ewig seine alten Heuler Jenny Take a Ride und Devil With a Blue Dress On. Seine reife, die europäische Karriere begann in der Rockpalast- Fernsehnacht vom 7. Oktober 1979. Seither hat Ryder hierzulande ein treues Publikum für sein erwachsenes Werk, das daheim kaum einer kennt – War und Ain’t Nobody White und Red Scar Eyes und Er ist nicht mein Präsident, ursprünglich Ronald Reagan zugedacht.
Ryder ist durchaus ein politischer Kopf. Er registriert die deutschen Dinge, vernimmt westliche Erbitterung über den Dauerzehrgast Osten, bekundet Sympathie für östliche Schwimmversuche in westlichen Wassern. Letztlich, meint er, müssten sich die Leute sagen: Wir sind alle Deutsche, lasst uns einander helfen. Dorthin zu gelangen, habe es in den USA leider eine Katastrophe gebraucht.
Mitch, letztes Jahr hast du hier über den 11.September gesprochen, über Demut und Bescheidenheit. – Die fällt uns Supermacht-Amerikanern schwer, sagt Ryder. Wir wissen ja kaum was über die Welt draußen, nur dass angeblich alle werden wollen wie wir. Warum sollten wir uns dann ändern?
Bekommt Er ist nicht mein Präsident jetzt eine neue Widmung? – Ich sehe bei George W. Bush und seinen Militärs dieselbe Kolonial-Arroganz wie bei den Briten, als die ihr Weltreich bauten, sagt Ryder. Dieses: Niemand kann uns stoppen, wir kriegen, was wir wollen. Oh, zum Schein gehen wir über die UN.
Kann irgendwas den Golfkrieg verhindern? – Nein. Nur Bushs Leute. Seine Wähler. Bloß sagen die meisten Amerikaner: Wenn’s mir und meiner Familie nicht wehtut, wenn ich meinen Job behalte, schert mich nicht, was die Regierung tut. Da wird Macht missbraucht. Im Namen von homeland security werden Verfassungsrechte kassiert. Wir zerstören damit, was wir zu schützen vorgeben. Es ist hier zurzeit sehr ungemütlich.
So sprach Mitch Ryder aus Michigan, am 12.Januar 2003. Ein Hard Rain- Interview: Mitch telefonierte unter der Dusche. Derzeit sind Ryder & Engerling wieder in Deutschland unterwegs. Durch 27 Städte rollen sie und spielen ihre klassische Musik so rau und schön und schluchtentief, wie sie gemeint war, als alles begann.


„Alleinsein der Sterbenden“ vertont

Eberswalde (MOZ) Um das „Alleinsein der Sterbenden“ ging es dem polnischen Dichter, als er 1943 in Warschau sein Gedicht „Campo de Fiori“ schrieb. Um Menschen, denen an der Schwelle zum Tod die Sprache fremd geworden ist. Milosz verknüpft darin die Geschehnisse im Warschauer Ghetto mit dem Schicksal des Philosophen Giordano Bruno, der im Jahr 1600 an der Schwelle zur Neuzeit als letzter großer Denker auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde – auf dem Campo de Fiori in Rom. Rom und Warschau sind dem Dichter gleichermaßen Orte, an denen banales Alltagsleben und das Unfassbare nebeneinander stattfindet, und an denen Sprache versagt.
Eine Wellenlänge: Steffen „Schortie“ Scheumann und Wolfram „Boddy“ Bodag proben für ihre Bearbeitung des Gedichtes „Campo de Fiori“. © MOZ/Boris Kruse
Wie lässt sich dieser Gestus, den Milosz in einfache Worte kleidet, musikalisch heraufbeschwören? Steffen Scheuman und Wolfram Bodag sehen sich vor die schwierige Aufgabe gestellt, das Schweigen zu vertonen. In Scheumanns Altbauwohnung proben die beiden mit Trompete und Klavier, tasten sich improvisierend an den sensiblen Text heran. Als Instrumentalisten verstehen sie sich wie blind.
Dabei wurde die Kooperation aus der Not heraus geboren. Wolfram Bodag ist kurzfristig als Ersatz für den verhinderten Cellisten Sonny Thet von der Gruppe Bayon eingesprungen. „Schortie“ und „Boddy“, wie die beiden meist nur genannt werden, kannten sich schon von früheren Kooperationen, bei denen die Chemie stimmte; so haben die beiden zusammen schon Kinder-Hörspiele eingespielt.
Statt Cello gibt es jetzt also ein Klavier. Der instrumentelle Wechsel bekümmert die beiden jedoch nicht weiter. Warum auch? „Ich improvisiere hauptsächlich und spiele nach Gefühl“, sagt Bodag. Um sich an festgefügte Vorgaben und starr ausnotierte Kompositionen zu halten, dafür sind Scheumann und Bodag ohnehin nicht die richtigen Charaktere. Der eine überzeugt in Film („Sonnenallee“, „Polizeiruf 110“) und Theater („Herr Puntila und sein Knecht Matti“) durch Witz und Charisma. Der andere tourt mit Engerling seit Mitte der 70er-Jahre durch die Lande und wird dabei immer wieder von der Detroiter Blues-Legende Mitch Ryder als Begleitmusiker engagiert. In Sachen Gedichtvertonung ist Bodag zudem nicht ganz unbeleckt. Otto Ernsts Ballade „Nis Randers“ über die Rettung eines Schiffbrüchigen hat er in den 80er-Jahren über „Riders in the Storm“ von den Doors gelegt.
Mit ihrer aktuellen Kooperation musste Bodag sich allerdings weit von seinen musikalischen Wurzeln entfernen. „Du kannst alles spielen, außer Rhythm`n Blues“, hat Scheumann ihm als Parole ausgegeben. Der Eberswalder Schauspieler sieht das Projekt eher in der traditionellen Volksmusik verwurzelt.


Engerling findet die richtigen Töne

Schöneiche (MOZ) Die Konzerte von Engerling in der Kulturgießerei (Kugi) in Schöneiche haben schon Tradition. Am Samstagabend war es wieder so weit: Die Band spielte ihren typischen Mix aus Blues und Rock und sorgte für eine ausgelassene Stimmung. Während des Konzertes hielt es im Zuschauerraum kaum jemanden auf seinem Platz. Der Saal der Kugi verwandelt sich rasch in eine große Tanzfläche. "Das ist einfach tolle Musik, die einen mitreißt", schwärmte der Schöneicher Ronald Domsch. Mehr als zwei Stunden spielte Engerling alte und neue Eigenkompositionen und Interpretationen von Rockklassikern. Zuvor hatte die Band "The White Dukes" das Publikum auf den Abend eingestimmt.
  Engerling in der Kulturgießerei: Wolfram Bodag, Heiner Witte, Manne Pokrandt und Hannes Schulze (v.l.) © Pauline Brosch
Vor zwei Jahren feierte die Gruppe um Keyboarder und Sänger Wolfram Bodag ihr 35jähriges Jubiläum.Viele im Publikum kennen die Band schon seit langer Zeit. "Ich war bereits zu Ost-Zeiten auf Konzerten von Engerling", erzählt Corina Betke. "Mit der Musik verbinde ich viele tolle Erinnerungen." Auch Kerstin Ruppert war schon in den 80er-Jahren auf Engerling Konzerten. "Die Band ist ihrem Stil immer treu geblieben. Die Konzerte sind genauso gut wie vor 20 Jahren."
Neben den zahlreichen alteingesessenen Fans waren auch viele im Publikum, die das erste Mal zu einem Engerling Konzert kamen. "Ich hab so viel Lob über die Band und ihre Konzert in der Kugi gehört, da wollte ich mir das Ganze auch mal selbst anschauen", sagte Peter Grabow.
In den vergangenen 10 Jahren hat Engerling über 15 Konzerte in der Kugi gespielt. "Die Konzerte in Schöneiche sind immer etwas Besonderes", erklärte Gert Leiser, Manager der Band. Nicht ohne Grund spielt Engerling das Abschlusskonzert ihrer alljährlichen Tour seit Jahren in der Kugi. Der nächste Termin steht auch schon fest: Am 17. März 2013 wird die Band gemeinsam mit Mitch Ryder auf der Bühne der Kugi stehen.


DDR-Bluesgrößen auf der Bühne

Haselberg (moz) Dass es die Scheunenparty am Vorabend zu Himmelfahrt in Haselberg gibt, ist Barbara Leue zu verdanken. Die heute 83-Jährige hatte vor 15 Jahren die Idee, die von ihrem Sohn Burkhard (57) und seinem verstorbenen Freund Bernhard Regenberg vorgeschlagene Party mit einem Auftritt der Gruppe Engerling nicht auf dem Hof der Leues, sondern in der großen Scheune stattfinden zu lassen. Und dort findet sie am 12. Mai nun schon zum 15. Mal statt. Nur eins von drei Jubiläen, das an diesem Abend gefeiert werden soll.
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Burkhard Leue ist die Anspannung anzumerken. Aus der riesigen Scheune auf seinem Grundstück in der Haselberger Hauptstraße 13/15 müssen wie jedes Jahr Baumaschinen und andere Gerätschaften geräumt werden. Zudem laufen die wöchentlichen Proben. So kurz vor der Veranstaltung gebe es immer jede Menge zu tun. „Mir geht es wohl erst wieder besser, wenn wir unseren Auftritt geschafft haben und von der Bühne gehen können“, sagt der Organisator der Party und Gitarrist der Band TEAM. Die gibt es seit zehn Jahren. Am Mittwoch treten die Männer, die im Berufsleben beispielsweise als Arzt praktizieren oder als Vermessungsingenieur tätig sind, als Vorband der bekannten Blues-Band „Engerling“ auf. Und die feiert in diesem Jahr ihr 35-jähriges Bühnenjubiläum. Wenn das nicht drei gute Gründe sind zum Feiern.
Dazu werden die Freunde der Scheunenparty Gelegenheit bekommen. Ab 19 Uhr ist Einlass. Bis zum Auftritt von TEAM gegen 21 Uhr wird gewiss keine Langeweile aufkommen. Denn viele der Gäste kommen schon seit Jahren, wegen der Musik, der Atmosphäre und weil sie in Haselberg Freunde treffen, die sie schon lange nicht mehr gesehen haben. Burkhard Leue rechnet mit 300 Besuchern. Parkplätze stehen ausreichend vor dem Grundstück zur Verfügung. Ein Wriezener Unternehmen hat die Grünflächen noch einmal gemäht. Für die wenigen, die auf dem Grundstück von Leues übernachten, gibt es am nächsten Morgen belegte Brötchen und starken Kaffee. Den brauchen sie auch. Denn in der Regel geht die Party bis in die Morgenstunden.
Bis auf eine Ausnahme stand auch immer „Engerling“ auf der rustikalen Scheunen-Bühne. Das hat seinen Grund. Heimatverbundenheit könnte man sagen. Denn Wolfram Boddi Bodag ist am 3. Mai 1950 in Bad Freienwalde geboren und besuchte das hiesige Gymnasium – so wie Burkhard Leue. „Ich war in der 9. und er in der 12. Klasse“, erinnert sich der Haselberger und erzählt, dass Boddi ja leidenschaftlicher Radfahrer sei und früher seine Tour über Haselberg genommen habe. „Und vor unserem Grundstück hielt er immer an. Dort befand sich eine Milchrampe. Da haben wir zusammen mit einem Alpinist-Radio Rockmusik gehört“, kramt Leue weiter in den Erinnerungen. Bodag habe dann am Gymnasium die Band TEAM 67 gegründet und 1975 in Berlin die Engerling Blues Band.


Rockige Zeitreise

Haselberg (moz) Die Scheunenparty von Burkhard Leue in Haselberg zieht seit Jahren Bluesrock-Fans aus der gesamten Umgebung an. Auch aus Berlin fanden am 1. Juni viele ehemalige „Auswanderer“ den Weg zurück in die Heimat. Um vertrauten Klängen zu lauschen und mit alten Freunden in Erinnerungen zu schwelgen.

Fotostrecke

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© MOZ/Oliver Voigt
Für Peter Haseloff gibt es zwei Pflichttermine im Jahr: Das Engerling-Konzert bei der Scheunenparty in Haselberg und das Altstadtfest in Bad Freienwalde. Denn bereits bei den ersten Engerling-Auftritten war der 46-Jährige dabei. „Die Musik und die Leute sind wichtig an so einem Abend“, sagte der gebürtige Bad Freienwalder, der bereits seit langem mit seiner Familie in Berlin lebt.
Doch den 1. Juni habe er sich abends frei gehalten, um in die alte Heimat zurückzukommen und seine Freunde zu treffen. „Und um Thomas Müller, den weltbesten Geigenspieler, zu sehen“, sagt Haseloff. Der hatte dann auch mit seinem fulminanten Geigensolo beim legendären City-Song „Am Fenster“ das Publikum auf seiner Seite. Als Gastmitglied der lokalen Band Team brachte er das Publikum in Stimmung. „Mit 20 Leuten hat die Scheunenparty vor vielen Jahren angefangen“, erinnert sich Peter Haseloff. Am Mittwochabend waren es mehr als 250, die den Weg nach Haselberg – auf dem Motorrad, mit dem Auto oder per Shuttlebus – aus der näheren und ferneren Umgebung antraten.
Auch Anette Schönknecht kam nach Haselberg. „Um Leute zu treffen, mit denen ich schon mit 20 in der Disko war“, lacht die Schiffmühlerin. „Engerling gehörte einfach zu unserer Jugend dazu. Ich hatte damals einen Freund, der auf die Band stand.“ So feierte die 49-Jährige bis spät in die Nacht mit ihren Freunden und genoss die rustikale Stimmung in der Scheune.
Dort gaben die vier Mitglieder von Engerling ihre kraftvollen Songs zum besten und rissen ihr Publikum mit. Vor allem aber vereinten sie an diesem Abend Menschen, die schon ihre Jugend miteinander geteilt haben und die nun regelmäßig wieder in ihre alte Heimat kommen, um in musikalischen Erinnerungen zu schwelgen.
Die Bluesrock-Band um Pianist und Songwriter Wolfram Bodag, der in der Kurstadt geboren wurde, ist demnächst auch auf dem Klosterplatz am Franziskaner Kloster in Angermünde zu erleben. Bodag hatte noch am Freienwalder Gymnasium die Band TEAM 67 gegründet und 1975 dann in Berlin die Engerling Blues Band. Seither spielen er und seine Musikerkollegen regelmäßig in Haselberg. So sicherlich auch im nächsten Jahr.

Happy Birthday, ENGERLING


Spricht man von Blues made in GDR, so wird man an einer Band nicht vorbeikommen, die in diesem Jahr ihr 35-jähriges Bühnenjubiläum feiert – Engerling.1975 in Berlin-Ost als Amateurband von dem Sänger, Keyborder und Mundharmonikaspieler Wolfram Boddi Bodag als Amateurband namens Engerling Blues Band gegründet, mischte sie von Anfang an Elemente des Blues mit denen von Rock und Soul und schuf so ihren eigenen Stil.
Neben Monokel, Stefan Diestelmann oder dem Erfurter Jürgen Kerth wurde sie zu einem festen Bestandteil der DDR-Bluesszene und auch bald eine professionelle Gruppe. Wolfram Bodag und der Gitarrist Heiner Witte absolvierten eine Ausbildung an der Musikschule in Berlin-Friedrichshain, alles anderen Bandmitglieder, die Besetzung wechselte mehrfach im Laufe der Jahre, waren Autodidakten.
Nach 1990 wurde die Gruppe auch international bekannt, weil die amerikanische Rocklegende Mitch Ryder auf sie aufmerksam wurde und sie schließlich für Europatourneen als Begleitband engagierte. So traten sie seit 2004 zusammen nicht nur in Deutschland, sondern auch in der Schweiz, Österreich, Belgien, Frankreich und Spanien auf und spielten mehrere CD-s zusammen ein. Ryders Song Aint nobody white can sing the blues gehört seit Jahren zum festen Programm der „Engerlinge“.
Ein weiterer Titel, der auf keinem Konzert fehlen darf, ist Mama Wilson, der sich mit dem Tod des amerikanischen Bluesmusikers Alan Wilson beschäftigt, der 1970 ums Leben kam.
Am Samstagabend nun stand Engerling auf der Bühne des Kesselhauses in der Berliner Kulturbrauerei, zusammen mit vielen Gästen. Es war ein geiles Konzert, es bot alles, was Engerling-Fans das Herz höher schlagen lässt. Als Opener begannen sie mit Moll´s Party, einem ihrer Klassiker. Es folgte das die 1989 – er Ereignisse reflektierende Herbstlied, rockig, bissig und mit der unverwechselbaren Stimme von Wolfram Bodag. Boddi war wie immer der Chef auf der Bühne, er dirigierte seine Musiker, gab gewohnt souverän die Kommandos, stellte die Gäste vor und plauderte ein wenig, erzählte Anekdoten und kleine Geschichten.
Ja, Gäste hatten die Engerlinge einige eingeladen. Zwischenzeitlich hieß die Band ja mal „Engerling Salon Orchester“, weil sie einen Geiger in ihren Reihen hatte. So wurden sie in DDR Nobelhotels eingeladen, weil die dort Verantwortlichen von Salonmusik ausgingen. Es legte sich schnell wieder, Engerling gehörte vor Fans mit Kutte und langen Haaren, mit der Bierflasche in der Hand, bis heute. Geigus jedenfalls lebt heute als Zahnarzt in Südafrika und ließ es sich nicht nehmen, beim Berliner Konzert dabei zu sein.
Friedemann Schulz, ein Drummer aus gemeinsamen Produktionen, trommelte zusammen mit dem eigentlichen Engerling-Drummer Hannes Schulze. Spektakulär stimmen die beiden sich ab, ehe sie gemeinsam ihre Schlagzeuge bearbeiten, das Publikum johlt.
Lutz Kerschowski und Hans-Eckhard Wenzel kommen auf die Bühne, sie spielen  einen neuen Titel „Alles Krise“, bissig, ironisch, einfach klasse.Dass Kerschowski, der  seit 1990 als Gitarrist für Rio Reiser spielte,  seit 1996  dessen künstlerischen Nachlass betreut, soll hier nicht unerwähnt bleiben.
Micha Linke von "Monokel" durfte natürlich nicht fehlen, auch er gratulierte mit einem Soloauftritt und verlangte seiner Gitarre alles ab.
Basti Baur von „Knorkator“, Steffi Breiting und Tobias „Tobi“ Hillig, die Bühne füllt sich, streckenweise sind es sechs Gitarristen, die ihre Klampfen bearbeiten.
Als dann auch noch Frank Diez die Bühne betritt, ist die Stimmung im Saal am Kochen. Diez, der für Peter Maffay und Udo Lindenberg spielte, mit Little Richard und Inga Rumpf Songs aufnahm, ist ein Ausnahmemusiker. Der Moderator des Abends, Olaf Leitner, (Ex-RIAS-Treffpunkt), erzählte die Story, wie Frank Diez ein Tape nach Jahren wieder in die Hand nahm, welches Aufnahmen von ihm mit Jimmi Hendrix enthielt. Dieses Tape, eine Kostbarkeit, zerbröselte unter seinen Händen und war nicht wieder herzustellen. Diez rockte zusammen mit den anderen Musikern, hatte seinen Soloauftritt, allen war die Spielfreude, der Spaß, anzumerken.
Überhaupt war der Abend eher von Rockmusik als von Blues geprägt, nur wenn die Engerlinge ihre alten Hits intonierten, kam der Blues auf die Bühne.
Als Wolfram Bodag die ersten Takte des legendären Muschelliedes anstimmte, hätte ich gern ein Feuerzeug angezündet. Schwermütig sang ich mit, die Gitarristen auf der Bühne hatten ihre Soloauftritte, alle Musiker des Abends kamen noch einmal zusammen, es war einfach grandios, nach mehr als drei Stunden.
Die unvermeidbare Zugabe und der Narkose Blues, die Band und ihre Fans vereint, unbeschreiblich. Ein Abend ging zu Ende, der mehr als nur ein Konzert war, es war Musik, die mich seit mehr als 25 Jahren immer wieder begleitet und begeistert. Die Engerlinge auf der Bühne, das bedeutet auch nach 35 Jahren immer noch Improvisieren, der Schluck aus der Bierflasche, die Kommunikation mit dem Publikum, eine gemeinsame Party feiern.
Fast 4 Stunden dauerte diese Party, nach 3 Zugaben war erst Schluss.
HAPPY BIRTHDAY, ENGERLING.

http://www.freitag.de/autoren/betrachter/happy-birthday-engerling


Engerling spielen auf dem Theaterschiff
Vor 35 Jahren erschien die erste Single von Engerling. „Da hilft kein Jammern“ sang die Band damals wie heute. Und deshalb gibt es sie nach 37 Jahren wohl immer noch. Am Freitag, den 2. November um 20 Uhr, gastieren die Blues-Rocker auf dem Theaterschiff. Erstaunlich, dass dieser Song zu DDR-Zeiten überhaupt öffentlich werden durfte; denn schließlich folgte auf die Zeile „Da hilft kein Jammern“: „Da hilft nur fortzugehn“, was natürlich wie eine Aufforderung (miss)-verstanden werden konnte, in den Westen abzuhauen. Da hatten die Zensoren offensichtlich ihren großzügigen Tag. Andererseits musste aus dem Text ein fast unmerklicher Seitenhieb auf den Vorzeigeschauspieler Dean Reed entfernt werden, der aus den USA in die DDR übergesiedelt war. Schon im Tonstudio monierte der Produzent von Amiga diese leise Kritik an das propagandistische Aushängeschild, und so wurde aus Dean Reed eben Belmondo.
Gert Leiser, der die Band seit 34 Jahren als Organisationsleiter begleitet, erzählt, dass die Engerlinge ohne Knick über die Wende kamen. „Weil sie keine ferngesteuerte Band war. Gruppen wie ,Wir’ hatten zehn Konzerte mit 500 Besuchern im Jahr und überlebten, weil sie vom Komitee für Unterhaltungskunst bezahlt wurden. Für uns gab es keine Zuschüsse. Wir mussten uns unsere Klubs und Kneipen alleine suchen.“ Und diese Orte gibt es zum Großteil heute noch. „Der kleine Kneiper in Sachsen hat nur das Preisschild geändert, während Klubhäuser schließen mussten.“ In großen Städten wie Berlin oder Leipzig sollten Bluesbands ohnehin nicht auftreten, diese trampende Fangemeinde in ihren grünen Kutten, den Parkas, und den „Jesuslatschen“ war von Staats wegen in Massen nicht gern gesehen. Also gings am Wochenende meist aufs Dorf. Kurz bevor die letzte Bahn fuhr, mussten Frontmann Wolfram Bodag und seine Mannen Mundharmonika und Gitarre in die Ecke legen, dass alle wieder nach Hause kamen.
In den Westen haben es Engerling bis heute nicht richtig geschafft. Ein bis zwei Konzerte im Jahr, mehr nicht. Und das vor vielleicht 50 Zuschauern, räumt Leiser ein. „Es gibt ein derartiges Überangebot an Musik“, so der Manager. „Zum Glück finde ich trotzdem immer wieder Auftrittsorte: Wenn die Band ein gutes Konzert abliefert, ist es die beste Werbung fürs nächste Jahr.“ Doch nichts sei mehr ein Selbstläufer. Auch für Potsdam hat er bereits 80 Plakate bestellt, um in der Stadt gut sichtbar zu sein.
Irgendwie passten sie in all den Jahren nirgends so recht ins Konzept und haben es doch geschafft, sich selbst und ihrem Publikum treu zu bleiben. Den DDR-Kulturfunktionären schien die Band um Pianist und Songwriter Wolfram Bodag als Blues-Band zu weit weg vom Idealbild des liedhaften Rock „als eigenständigen DDR-Beitrag zur internationalen Musikkultur“, wie es damals hieß. Blues-Puristen dagegen kritisierten mangelnde Authentizität einer Bluesband, die sich um die Einhaltung des originalen Zwölf-Takt-Schemas wenig scherte und statt dessen Blueselemente nach Belieben mit Rock- und Soulelementen vermengte oder sich gar in lange Improvisationen verstieg. Beharrlich feilt die Ost-Formation an ihrem eigenen Stil mit intelligenten Texten im Grenzbereich zwischen Deutschrock und eben doch Blues.
Ihre musikalische Qualität hat auch die in Detroit lebende Rocklegende Mitch Ryder erkannt. Jährlich geht er mit Engerling in Europa auf Tour. „Dadurch ist unser Wirkungskreis größer geworden“, so Leiser. Für den Sänger und und Songwriter ist Engerling eine reine Begleitband. „Wolfram Bodag ist froh, wenn er mal nicht der Frontmann sein muss und sich auf Keyboard und Mundharmonika konzentrieren kann“, sagt Gert Leiser. Auf dem Theaterschiff darf man sich aber wieder auf seine raue, warme Stimme freuen. Heidi Jäger


Es gibt ein paar Bands, die begleiten einen durch das halbe Leben. Wie lange gibt es Engerling schon?
Wolfram Bodag: Seit 1975.
Wer ist denn von der Urbesetzung noch dabei?
Bodag: Heiner Witte an der Gitarre und ich, Wolfram Bodag, Klavier und Gesang. Das war ja damals ein Kommen und Gehen. Der Trommler ist zum Beispiel in den Westen gegangen. Der Bassist hat dann auch einen Ausreiseantrag gestellt. Dann ist einer zu Karat gegangen, weil ich mir die Finger gebrochen hatte und wir deswegen mal aufhören mussten.
Und wer bildet die aktuelle Besetzung?
Bodag: Neben Heiner Witte und mir spielen Hannes Schulze – mein Sohn – am Schlagzeug und Manfred Pokrandt am Bass.
In der „Melodie und Rhythmus“ vom Oktober 1979 lese ich, dass Sie bei der Armee angefangen haben, Musik zu machen. Bei anderen Musikern war dagegen nach der Einberufung die künstlerische Karriere unterbrochen.
Bodag: Es gab da eine Tanzkapelle, in die ich eingestiegen bin. Wir haben jedes Wochenende in Storkow gespielt. Da haben wir richtig Geld verdient.
Und später kamen dann die Konzerte. Können Sie sich noch an das erste erinnern?
Bodag: Und ob, das war 1975 in Blankenfelde. Ich glaube in einem ehemaligen Kino. Unser damaliger Chef, Herbert Junck, stammte aus Mahlow. Wir hatten unser Konzert gespielt. Als wir fertig waren, haben die Leute gerufen „Zugabe, Zugabe“. Aber wir hatten nur die Titel für die anderthalb Stunden, die wir schon gespielt hatten. Da haben wir das ganze Konzert eben wiederholt.
Wer kommt heute zu Ihnen in die Konzerte. Man sieht ja nicht mehr so viele Leute mit grünen Parkas rumlaufen wie vor 35 Jahren.
Bodag: Das sind schon Ältere heutzutage. Aber zum Teil bringen sie auch ihre Kinder mit. Die Älteren sind durchaus die, die früher mit Parka rumliefen. Aus einigen ist ja doch was geworden, sind nicht alle in der Gosse gelandet. (lacht) Einige sind richtig zu Geld gekommen. Wir werden oft zu runden Geburtstagen eingeladen, zum 50. oder 60. Und dann gibt’s auch Leute, die haben sich bei Engerling kennengelernt und engagieren uns zu ihrem Hochzeitstag. Die bezahlen richtig und dann spielen wir da.
Kann man als deutsche Bluesband mit eigenen Sachen noch in irgendwelche Charts kommen wie Engerling damals mit „Mama Wilson“ oder können Musiker wie Sie nur von den alten Hits leben?
Bodag: Charts? Nein, das glaube ich nicht. Also: Wenn wir 20 Jahre jünger wären und besser aussehen würden, es ein bisschen moderner klingen lassen würden – dann würde es vielleicht wieder gehen. Manchmal gibt es ja ein Bluesrevival.
Haben Sie es noch versucht, mit ganz neuen Kompositionen?
Bodag: Die letzte Studioplatte ist schon ein Weilchen her. Das waren aber keine ausgesprochenen Bluesnummern. Es ging etwas rockiger zu, auch Balladen waren dabei. Jetzt machen wir gerade wieder ein paar neue Lieder. Und dann sind wir ja noch die Begleitband von Mitch Ryder. Der macht ja ständig Platten.
Wie kam es denn zu der Zusammenarbeit mit Mitch Ryder? Ist der Rockmusiker aus den USA auf Sie zugekommen oder Sie auf ihn?
Bodag: Das ging über den Europa-Manager von Mitch Ryder. Der stammte aus Hamburg. Und unser Manager, der Gert Leiser – unser Direktor, sagen wir immer –, der hat den 1988 kennengelernt. Da war Mitch Ryder im Palast der Republik. Dieser Manager hatte einen Klub in Hamburg. Im Herbst 1989 haben wir dort gespielt und der Manager ist aus allen Wolken gefallen, wie gut Engerling Mitch-Ryder-Lieder gecovert hat. Mitch hatte in Amerika immer eine eigene Band. Die konnte, als sie 1992 nach Europa kam, nur die Titel des US-Repertoires spielen, also die klassischen 60er-Jahre-Rock’n’Roll-Nummmern von Mitch und nicht das europäische Material. Es gab Ärger mit der Plattenfirma, der Agentur und Veranstaltern. So hat man sich dann gesagt: Warum sollen wir Amerikaner einfliegen, wenn es in Berlin eine Band gibt, die das besser kann? Und so ging es 1994 los. Wir haben vier Studio- und drei Live-CDs produziert.
Und das geht so weiter?
Bodag: Ja, so lange Mitch lebt. Er ist ja nun schon Ende 60. Nächstes Jahr feiern wir 20 Jahre Engerling und Mitch Ryder.
In Teltow spielt außer Engerling auch die Pass Over Blues Band. Spielen Sie nacheinander oder miteinander.
Bodag: Nacheinander. Aber wenn die technischen Voraussetzungen es zulassen, machen wir auch gern eine Nummer zusammen, eine Session.
Ihr Manager hat mir gesagt, kann sein, dass ich Boddie telefonisch schwer erreichen werde, weil er auf dem Fahrrad sitzt. Sie wollten mal Radrennfahrer statt Musiker werden. Stimmt das?
Bodag: Ich bin schon Radrennen gefahren, im Alter von 14 bis 18 Jahren. Dann kam die Musik und es wurde schwieriger. Wenn man Sonnabendabend bis früh um zwei unterwegs ist, kann man nicht am Sonntag um zehn Radrennen fahren. Das habe ich nicht geschafft. Aber auf dem Rad kamen mir immer gute musikalische Ideen. Ich habe im Rhythmus irgendwelche Melodien gepfiffen und auch gesungen. Wenn ich etwas gut fand, habe ich angehalten und Noten notiert.
Radfahren fördert also die Kreativität.
Hinweis: Ja klar, ich hab’ am Lenker eine Tasche mit einer durchsichtigen Folie, in die man normalerweise eine Landkarte steckt. Da kann man auch ein Textheft reinschieben und Texte auswendig lernen beim Fahren, wenn die Strecke langweilig ist.
Wir haben jetzt noch Platz für ungefähr fünf Zeilen. Was müssen wir den Leuten noch mitteilen?
Bodag: Wir hoffen, dass nach Beelitz und Teltow viele Leute kommen. Wir kommen auf jeden Fall mit viel Spaß.



Engerling

Irgendwie passten sie in all den Jahren nirgends so recht ins Konzept und haben es doch geschafft sich selbst und ihrem Publikum treu zu bleiben. Den DDR- Kulturfunktionären schien die Band um Pianist und Songwriter Wolfram Bodag als Blues- Band zu weit weg vom Idealbild des liedhaften Rock „als eigenständigen DDR- Beitrag zur internationalen Musikkultur", als dass man sie wirklich hätte groß raus kommen lassen.
Blues- Puristen dagegen kritisierten mangelnde Authentizität einer Bluesband, die sich um die Einhaltung des originalen Zwölf- Takt- Schemas wenig scherte und statt dessen Blueselemente nach Belieben mit Rock- und Soulelementen vermengte oder sich gar in lange Improvisationen verstieg, die viel eher ins psychedelische Flower- Power- Lager gepasst hätten.
Seit 38 Jahren feilt die Ost- Formation beharrlich an ihrem eigenen Stil mit intelligenten Texten, im Grenzbereich zwischen Deutschrock und eben doch Blues und hat sich damit ein treues, aber ganz und gar nicht "ostalgisches" Publikum geschaffen.




Die Band hat den Blues

Engerling wird 30 und feiert in der Kulturbrauerei
Salonorchester Engerling – so nannten sich einst sechs junge Musiker und wurden prompt von einem feinen Hotel im Wintersportort Oberwiesenthal gebucht. „Wir waren absolut fehl am Platz“, sagt Bandmitglied Wolfram „Boddi“ Bodag und grinst. Schließlich hatte die Band Blues-Stücke von Willie Dixon und Muddy Waters im Gepäck. Alsbald wurde der erste Teil des Namens weggelassen.
30 Jahre alt wird die Bandlegende aus dem Osten Deutschlands und feiert das heute im Kesselhaus der Kulturbrauerei. Dazu werden auch ehemalige Bandmitglieder erwartet, und moderiert wird der Abend von Rockpalast-Mann Alan Bangs.
Wolfram Bodag erinnert sich, wie alles anfing: „Heiner Witte, unseren Gitarristen seit der ersten Stunde, habe ich an der Humboldt-Universität kennen gelernt.

Nur: Er hatte sein Kulturwissenschaft-Studium zu Ende gebracht – ich nicht.“ Mit der Band „Pardon“ hatte Bodag damals schon Bühnenerfahrung, doch die DDR-Oberen belegten das Projekt mit Auftrittsverbot. „An den Texten kann es damals nicht gelegen haben; wir hatten ja noch keine eigenen. Aber denen passten wohl unsere Fans nicht, die uns hinterherreisten“, vermutet Bodag heute. 1975 begann die Zeit mit Engerling. Den Namen erklärt Bodag so: „Engerlinge sind unscheinbare Tiere, aus denen erst mal was Schönes werden will – so sahen wir uns.“ Von Anfang an wurde Blues gespielt, was die Fans dieser Musikrichtung mit Begeisterung aufnahmen. Die Anhängerschar wuchs stetig, was mit der Zeit die besondere Aufmerksamkeit von Polizei und Staatssicherheit nach sich zog: Junge Leute, die sich fern des organisierten Jugendlebens bewegten, erregten Unbehagen bei den Machthabern. Ähnlich ging es den Bands, die die Blues-Kultur verbreiteten.
Spielte die Engerling-Truppe anfangs nur Stücke nach, kamen bald verstärkt auch eigene Kompositionen und Texte dazu. 1977 wurde das erste Lied auf einer Platte veröffentlicht, damals noch auf einem Sampler. Ein Werk aus den 70ern, bis heute im Programm: „Da hilft kein Jammern“, heißt das Stück, das es auch als Single gab. „Was einem nicht passt, das muss man ändern“, sagt Wolfram Bodag. Bis heute sind acht Longplayer erschienen.
Die Wende in der DDR haben Engerling unbeschadet überstanden – entgegen den Erfahrungen anderer Bands. Wolfram Bodag konnte sich obendrein noch einen Wunsch erfüllen: „Ich bin ein großer Liebhaber der Musik von Mitch Ryder, habe ihn noch zu DDR-Zeiten in Berlin erlebt – heute sind wir seit zwölf Jahren seine feste Begleitband bei seinen Europatouren.“ Im Herbst 1989 durfte Bodags Band erstmals im Westen spielen. In Hamburg hörte ein Mitarbeiter Ryders, wie Engerling mit Titeln des Rockmusikers auftraten. Der Kontakt wurde geknüpft, und seither gehen Engerling und Ryder auf Tour. Drei CDs sind aus der Zusammenarbeit entstanden. „Im Oktober gehen wir wieder zusammen ins Studio für die nächste Produktion, die zur Tournee 2006 veröffentlicht wird“, verrät Bodag. Ideen für eine eigene Platte gibt es auch – ganz wie beim echten Engerling könnte ja was Schönes daraus werden.



Zur Blues-Nacht im Teltower Stubenrauchsaal werden zwei der profiliertesten deutschen Blues-Rock-Bands erwartet: "Engerling" und "Pass over Blues".

Seit 38 Jahren feilen „Engerling" beharrlich an ihrem eigenen Stil mit intelligenten Texten im Grenzbereich zwischen Deutschrock und Blues und haben sich damit ein treues Publikum geschaffen. „Rock'n'Blues" mit Geschichte und dem Blick nach vorn. Neben dem Erfolg in Deutschland tritt die Band seit Jahren mit der Rocklegende Mitch Ryder auf seinen Europatourneen auf und hat mit ihm zahlreiche CDs und DVDs aufgenommen. Besetzung: Wolfram Bodag ( ld, key, voc, harm),  Heiner Witte (git), Manne Pokrandt (bg), Hannes Schulze (dr). www.engerling.de

„Pass Over Blues“ sind vier Musiker, die den tiefschwarzen Blues lieben und leben: ruhig, schreiend, stöhnend, treibend, ehrlich, archaisch. Sie unternehmen einen Streifzug durch 80 Jahre Bluesgeschichte. Das Quartett vereinigt in der aktuellen Besetzung den Gitarristen Roland Beeg (ehem. „Handarbeit“), den Sänger & Bluesharpspieler Harro Hübner (ehem. „Keimzeit“), den Bassisten Lutz Mohri & den Schlagwerker Michiel Demeyere. Bereits 1997 nannte das Magazin „Blues News" sie eine der „stärksten Formationen der traditionellen Bluesstile“ und fügte hinzu: „wer noch immer der Meinung ist, in Deutschland gäbe es keine wirklich guten Bluessänger, der sollte sich unbedingt Harro Hübner anhören“.
Wann: 07.06.2013 / 20 Uhr

Sonntag, 6. Oktober 2013

Jerry Portnoy

Jerry Portnoy 

 


http://www.jerryportnoy.com/


v7 2012 5 24 Jerry Portnoy en Buenos Aires.wmv 



Jerry Portnoy (* 25. November 1943 in Evanston, Illinois) ist ein US-amerikanischer Blues-Musiker, ein Virtuose auf der Mundharmonika.
Jerry Portnoy wurde in Evanston geboren, wuchs aber in der bluesgeschwängerten Umgebung von Chicagos Maxwell Street auf. Ende der 1960er-Jahre begann er seine Karriere als professioneller Musiker. In den 1970ern spielte Portnoy in der Band von Muddy Waters. 1980 gründete er zusammen mit Calvin „Fuzz“ Jones (Bass), Pinetop Perkins (Piano) und Willie „Big Eyes“ Smith (Schlagzeug), alle aus der Band von Muddy Waters, die Legendary Blues Band.
Im Jahre 1986 zog sich Portnoy vorübergehend aus dem Musikgeschäft zurück. 1987 gründete er mit Ronnie Earl die Broadcasters. Ab 1989 hatte er seine eigene Band, die Streamliners. Von 1991 bis 1993 spielte Portnoy in Eric Claptons Blues Band. Gelegentlich ist Jerry Portnoy, neben eigenen Auftritten, mit der „Muddy Waters Tribute Band“ unterwegs.
Portnoy fasste sein Können auf der Mundharmonika in Jerry Portnoy’s Blues Harmonica Masterclass zusammen, einem Lehrbuch mit drei CDs.

Rick Russell and Jerry Portnoy

Down in the Mood Room   Jerry PortnoyMP3-Download
 

http://www.amazon.de/Down-Mood-Room-Portnoy-Jerry/dp/B001SJVF3S/ref=sr_1_5_digr?s=music&ie=UTF8&qid=1379453840&sr=1-5  



  Jerry Portnoy - HOHNER Masters of the Harmonica (High) 

 

 

 Jerry Portnoy wurde am 25. November 1943 in Evanston, Illinois geboren, Er ist ein Virtuose auf der Mundharmonika.

In den 1970ern spielte Portnoy in der Band von Muddy Waters. 1980 gründete er zusammen mit Calvin "Fuzz" Jones (Bass), Pinetop Perkins (Piano) und Willie "Big Eyes" Smith (Schlagzeug), alle aus der Band von Muddy Waters, die Legendary Blues Band.

1986 zog sich Portnoy vorübergehend aus dem Musikgeschäft zurück. 1987 gründete er mit Ronnie Earl die Broadcasters. 1989 hatte er seine eigene Band, die Streamliners. Von 1991 bis 1993 spielte Portnoy in Eric Claptons Blues Band. Gelegentlich ist Jerry Portnoy, neben eigenen Auftritten, mit der "Muddy Waters Tribute Band" unterwegs.

Portnoy fasste sein Können auf der Mundharmonika in Jerry Portnoy's Blues Harmonica Masterclass zusammen, einem Lehrbuch mit 3 CDs. Die regelmäßigen Workshops, die er veranstaltet - auch mit anderen Spitzen-Harpern wie, Mark Hummel, RJ Mischo, Dennis Gruenling usw. zählen zu den besten Harp-Lehrneinheiten weltweit und setzen hier Standards.

  http://www.crossroadblues.de/portnoy.html   



Jerry's 60th bash - beautiful "Misty"

Samstag, 5. Oktober 2013

Zed Mitchell

Zed Mitchell

 

 
Zed Mitchell, Kniestädter Kirche, Salzgitter, 07.12.2012 



http://www.zedmitchell.com/ 

 

Zed Mitchell ist in allen musikalischen Bereichen zuhause. Er ist Komponist und Texter mit über 20 veröffentlichen Alben, ein Sänger der Extraklasse mit einer 5 Oktaven umfassenden Stimme und Gitarrist, der zu den Besten Europas zählt.
Mit seiner Band spielte er neben Santana, Joe Cocker, Deep Purple, Larry Carlton, Robert Cray, Joe Bonamassa und anderen Größen. Er jammte mit dem Sänger Bobby Kimball (Toto), dem Bassisten T.M. Stevens (Tina Turner, Joe Cocker), den Drummern Ricky Lawson (Michael Jackson) und John Blackwell (Prince), Curt Cress, und der Blues Company.
2006 begleitete er die Blueslegende B.B. King auf seiner, letzten Europa Tournee.
Auf seine „Springtime in Paris - TOUR 2008“ trat er unter anderem Montreaux Jazz Festival, Luxembourg Blues-Express Festival, Magdeburg New Orleans Festival, International Kieler Blues Festival und gastierte auch als Special-Gast bei sehr vielen Blues Company-Konzerten. Seine Gitarren Solis kann man auf den CDs von Eros Ramazottis („Musica e`“), Natalie Cole, Udo Lindenberg und auch bei dem MSSO (Munich Symphonic Sound Orchestra) auf der CD "Pop goes classic Vol.5“ hören.
Desweiteren auch auf bei diversen Film-Projekten („Indiana Jones“) zu hören. Auf seinem neusten Album "Summer in L.A."spielt und singt er den Blues in all seinen Facetten und begeistert sein Publikum immer wieder von Neuem.

Zed Mitchell & Band on NRW.TV " My baby left me!"

Game Is on   Zed Mitchell Audio CD 

 http://www.amazon.de/Game-Mitchell-Zed/dp/B006KAOX2U/ref=sr_1_1?s=music&ie=UTF8&qid=1380294354&sr=1-1&keywords=zed+mitchell

 

 
Zed Mitchell Band Cadillac+Blue heart 



Zed Mitchell / Game Is On

In seinen Liner Notes gibt Todor 'Toscho' Todorovic von der Blues Company eine eindeutige Kaufempfehlung. Zladko Manojlovic aka Zed Mitchell war als Texter und Komponist in seiner langen Karriere bereits an über zwanzig Alben beteiligt. "Game Is On" ist eine Zusammenstellung aus den letzten beiden Alben "Springtime In Paris" (2008) und "Summer In L.A." (2010).
Die Namensliste auf Zed Mitchells Visitenkarte ist lang und geht unter anderem von
Joe Bonamassa, Larry Carlton, Robert Cray, Deep Purple über Bobby Kimball bis hin zu B.B. King, den er 2006 auf seiner Europa-Tournee begleitete. Als Studiomusiker setzte er sein Arbeitsgerät bei Natalie Cole, Udo Lindenberg oder Eros Ramazotti ein und er ist »auf dem Soundtrack des berühmten Films „Indiana Jones“ verewigt.« Außerdem ist er im Duo Zed & Ted aktiv. Hinter Ted verbirgt sich sein Sohn Ted Mitchell, der ebenfalls auf vorliegender Platte zu hören ist.
Wie bereits geschrieben, wird "Game Is On" von den beiden Vorgängern "Springtime In Paris" sowie "Summer In L.A." gespeist und obwohl die Tracks aus zwei verschiedenen Quellen stammen, sind sie so unterschiedlich dann doch nicht. Beim Blues-Liebhaber entsteht durch die insgesamt vierzehn Songs ein klares Bild des aus dem ehemaligen Jugoslawien stammenden Zed Mitchell, der in seiner Heimat durchaus als Star bezeichnet werden kann.
"Money For My Blues" zeigt die rockende Seite des Protagonisten. Die Riffs haben Flügel und das E-Gitarrensolo ist eine erste, sehr deutlich Duftmarke von Zed Mitchells Fingerfertigkeit. Gesanglich präsentiert er sich mit einer etwas angerauten Stimme, mit der er im Blues (Rock) sehr gut aufgehoben ist. Der Opener macht neugierig.
In "Cadillac" beruhigen sich die Wogen etwas, ohne die Dynamik außer Acht zu lassen. Zed Mitchells Stimme ist sehr angenehm anzuhören. Herrlich ist hier sein wunderschön fließendes Gitarrenspiel. "Don't Lie To Me" ist dann auf der funkigen Straße des Genres unterwegs und entsprechend klingt die E-Gitarre sowohl bei den Riffs als auch im Solo um einiges schärfer als vorher. Frauenstimmen bilden einen super Chor, aber leider werden die im Digipak nicht erwähnt. Schade!
"Springtime In Paris" und "I'm A River" sind zwei Blues-balladeske Stücke in denen einerseits die Bluesharp ein Wörtchen mitzureden hat oder sich andererseits die grauen Zellen gerne an
Gary Moore erinnern. Mit erstgenanntem Track serviert uns Zed Mitchell eine emotionale Ballade, die mit ihrer an- und abschwellenden Dynamik glänzt und besonders durch die Pianoklänge einen sentimentalen Touch bekommt.
"Summer In L.A." ist der Titelsong seiner zweiten Platte unter eigenem Namen und man merkt schon ganz deutlich, dass Zed Mitchell Stimmungen sehr gut in Musik umsetzen kann, denn im Vergleich zu "Springtime In Paris" hat er schon zwei ziemlich unterschiedliche Atmosphären kreiert. Klasse! "Maybe" ist ein weiteres langsames Stück und abermals fallen die wunderbaren Pianoläufe auf fruchtbaren Boden. Nicht nur Zed Mitchell ist ein erfahrener Musiker. Mit Martin Drazek hat er einen klasse Keyboarder in seiner Band und dadurch, dass die Nummern von zwei Platten stammen, besteht die Rhythmusabteilung aus drei Personen. Der Schlagzeuger Ulf Stricker ist immer zur Stelle und Goran Vijic sowie Rolf-Dieter Schnapka sind die beiden Bassisten. Eines steht jedenfalls fest... alle drei bringen den Groove auf den Plan.
"Lonely Just Like Me"... da sind sie wieder, die Damen mit ihren wunderschönen Stimmen. Groovig swingend beginnend erwartet man nicht unbedingt Song-Wendungen, wie zum Beispiel plötzlich lodernd brennende, laute Gitarrenriffs oder ein super klingendes Keyboard. Diese emotional aufspielende Blues-Harp ist einfach klasse! Überhaupt ist "Lonely Just Like Me" mit seinem wechselnden Ambiente zwischen Jazz und Blues eine der besten Nummern auf der Platte.
Zed Mitchell hat mit "Game Is On" ein abwechslungsreiches Album mit einer persönlichen Handschrift veröffentlicht. Bei der bereits lange andauernden Karriere kann man wohl davon ausgehen, dass es bei ihm noch lange nicht 'Game over' heißt.




Zed Mitchell Band im Crazy Lion Achern (30.04.2013) 



Zed Mitchel alias Zlatko Nanojlovic gilt nicht umsonst als einer der besten europäischen Rock- und Bluesgitarristen. Mit seiner Band begleitete er internationale Größen, mit der Bluescompany hat er sich an die Spitze der Blues-Szene gespielt. Wenn er sich als „King of the Blues“ zeigte, konnte er sich dabei auf die Gitarrenkünste seines Sohnes Ted Mitchel verlassen, dem wohl das musikalische Talent mit in die Wiege gelegt worden ist. Das markante Spiel seines Vaters wusste er mit Sensibilität und Einfühlungsvermögen wunderbar zu ergänzen, bereicherte die auch mit dem Bassisten Goran Vujik bestens vertretene Saitenfraktion um eine inspirierende Facette.
Powerblues mit rockiger Gangart ließ die Kulturschmiede in ihren Grundfesten erzittern, spätestens bei „Black Magic Woman“ verloren die Bluesfans jegliche Zurückhaltung und ließen sich mitreißen im Sound einer bestens aufeinander eingespielten Band. Mit humoristischen Einlage schuf Zed Mitchell ein intensives Band zum Publikum, wusste als versierter Entertainer den Abend aufzubauen wie ein köstliches Melodienmenü. Ob er nun so bekannte Blues-Balladen wie „Springtime in Paris“ zelebrierte oder sich virtuos und feurig bei seinem Kollegen Mark Knopfler bediente, all dies klang in seiner einzigartigen und ausdrucksstarken Interpretation fast besser als im Original.
Die ausgeprägte Spielfreude von Zed Mitchell und seine bis ins Detail perfekte Kunst gaben jedem Song ein ganz eigenes Gewand. Längst vergangen schienen die Zeiten, als er sich seinen Lebensunterhalt als Studiomusiker verdienten musste. Er spielte an diesem Abend einfach das, woran er mit ganzem Herzen hängt – guten, von Hand gemachten Blues mit funkigen Elementen gewürzt. Vom traditionell gehaltenen Blues bis zum relaxten Rock bot er dem begeisterten Publikum einen jederzeit mitreißenden Abend.
Die Sympathien der Bluesfans hat Zed Mitchell im Sturm erobert, sein „Nobody loves me“ war zwar bester erdiger Blues, entsprach aber sicherlich nicht der Stimmung in der Kulturschmiede. Denn dort waren alles Bluesfans vereint beim „Money for the Blues“ und reisten im „Cadillac“ leicht benebelt durch JJ Cale‘s „Cocaine“ durch die weiten amerikanischen Blueswelten.


Zed Mitchell - I'm A River

Freitag, 4. Oktober 2013

Rachelle Plas

Rachelle Plas

 

Ein females Feuerwerk auf der Harp

 http://www.rachelleplas.com/RACHELLE_PLAS/RACHELLE_PLAS_-_SITE_OFFICIEL.html

 

 

Rachelle Plas live at WHF2013 -- Fire Look

Rachelle Plas from Paris, France, kicking of the Blues Gala Concert at the World Harmonica Festival 2013 with her own brand of powerful contemporary Blues Rock. The song "Fore Look" demonstrated how fresh and heavy Blues can be in the 21st century. Enjoy!

 

 

 
Rachelle Plas harmonica blues Cognac blues passions 2010 



Die Mundharmonika fließt ihr durch die Adern. Mit ihrer dunklen Stimme kitzelt Rachelle Plas den Blues aus ihren Songs. Im Dorfhaus Steinenkirch spielt sie am 28. September ab 20 Uhr für Mundharmonika-Fans. Der Vorverkauf hat bereits begonnen.
Die Mundharmonika fließt ihr durch die Adern. Mit ihrer dunklen Stimme kitzelt Rachelle Plas den Blues aus ihren Songs. Im Dorfhaus Steinenkirch spielt sie am 28. September ab 20 Uhr für Mundharmonika-Fans. Der Vorverkauf hat bereits begonnen. Rachelle Plas, eine 21-jährige Französin und Vertreterin der zukünftigen Mundharmonika-Generation, kommt nach ihrer Thailand-Tournee und den Auftritten in Kanada nach Steinenkirch ins Dorfhaus.
Das Dorfhaus entwickelte sich in den vergangenen Jahren zum Mekka für alle Fans des kleinen Blas-Instruments - nach Größen wie René Giessen, Perry Letsch, Christelle Berthon, Beata Kossowska oder Steve Baker kommt nun "die bisher jüngste und gleichzeitig feurigste Harp-Spielerin". Rachelle Plas tritt gemeinsam mit ihrer Band auf. Sie bieten modernen rockigen Blues mit musikalischen Ausflügen. Die Newcomerin spielt die Blues-Harp nicht nur, sie lebt sie. Das Instrument scheint für sie eine Art zweite Stimme zu sein. Wobei auch ihre erste beeindruckt. Mit ihrer dunklen Stimme kitzelt Rachelle Plas den Blues aus ihren Songs. "So viel Seele in so einem kleinen Instrument", schwärmt ein Fan auf Youtube




Rachelle Plas - I've got to go.... (tribute to Sonny Boy) 










Rachelle Plas (Advices, Mellow Down Easy, Killer) - Le Sonograf' 



Rachelle Plas ist eine der vielversprechendsten jungen Harmonika-Künstlerinnen. Sie ist Schülerin des großartigen Greg Zlap, entwickelte aber rasch ihren eigenen Stil zwischen Blues, Jazz, Country und Gospel. Im November 2009 überraschte sie die internationale Harp-Szene mit ihren Kesselhaus-Sessions beim "World Harmonica Festival". Seither ist sie einer der großen Namen, wenn es um die Zukunftsgeneration der Mundharmonika geht.
Letztes Jahr, nachdem Rachelle Plas Vizeweltmeisterin im Judo geworden war, präsentierte sie ihr erstes Album "Profile", ein facettenreicher moderner, rockiger Blues, der ihre starke Persönlichkeit ausstrahlt und mit einem explosiven Mix, einem neuen Sound und einer enormen Entschlossenheit die Ohren der Zuhörer verzückt.
Im Frühjahr 2013 war sie auf Tour in Thailand, eben kommt sie aus Kanada vom Festiblues International de Montréal zurück.
Die Mundharmonika fließt ihr quasi durch die Adern, Rachelle spielt sie nicht nur, sondern sie lebt sie. Man könnte sagen, die Bluesharp ist für sie wie eine zweite Stimme, die die Freude ihrer Seele ausdrückt. Ebenso ist die junge Französin auch eine wunderbare Sängerin, die mit ihrer dunklen Stimme den Blues aus ihren Songs herauskitzelt. Sie wird dabei von einer soliden Band unterstützt - das Ensemble bildet eine echte Einheit!















Hard Times (Ray Charles) - Rachelle Plas - UTOPIA 9 mars 2010 


RACHELLE PLAS - ORANGE BLOSSOM SPECIAL (Charlie Mc Coy)

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Catfish & The Hollywood Hound Dogs

Catfish & The Hollywood Hound Dogs 




CATFISH & THE HOLLYWOOD HOUND DOGS - Hot Rod Momma 


http://www.reverbnation.com/thehollywoodhounddogs



Catfish & The Hollywood Hound Dogs, are a Los Angeles based group who work very hard and perform an interesting mixture of Blues, Jump Swing, and traditional classic blues music!!. The group made their major debut in 2009 at the Montebello Calif. Fall Festival and just recently have been regularly appearing at the World Famous King King blues club in Hollywood and opening shows at the House of Blues in both Hollywood and Anaheim, Calif!!
Catfish & The Hollywood Hound Dogs dynamic and exciting live performances have gained a local west coast following that has attracted the eyes and ears of the blues, rockabilly, motorcycle, and hot rod scene. Their mix of West Coast Jump Swing and electric Chicago blues is highly appreciated by a mixture of young fans and older blues loving crowd. The Hollywood Hound Dogs musicians are some of the heaviest hitters on the west coast blues scene and sling everything they've got in their bag of chops into backing Catfish!!
This “Bone-ified Blues Band” really knows how to rock the house!

But where Catfish & the Hollywood Hound Dogs have BEEN is not nearly important as where they are GOING!! The band is headed into the studio in Long Beach, Calif. in the next few weeks to record a brand new CD with a working title of "Rite On! Rite Now!" for major label release and will follow by working a searing release tour from Calif to the East coast!!!
Here's a band with a gigantic plan, enormous talent, beastly stage presence who are on their way to work the national and international circuits!

CATFISH is THE most happening, up and coming blues star shining on the west coast horizon of the United States!!
Catfish's stage presence, personality, musicianship and approach to the crowd is unparalleled!! He IS the new blues frontman on the scene on the west coast and is ready and willing to break out into the big time!! Fans and followers of the band have said, Catfish’s influence and traditional harmonica performance style matches the late great Junior Wells, Little Walter or Paul Butterfield. Some of Catfish's other more modern performace style influences are Kim Wilson, James Harman and Rod Piazza.

Prior to 2009, a few of the founding members, catfish and guitarist mike recendez performed at local blues jams until they officially became a "bone-ified blues band," known as the Hollywood Hound Dogs.

While guest performers join the Hollywood Hound Dogs, the official band members include singer/harmonica player Catfish on blues harmonica, Mark StJohn-jones on bass guitar, Anthony Contreras on guitar, and Evan Caleb Yearsley on drums.
The Hollywood Hound Dogs' dynamic and lively performances quickly gained a local following and have attracted the eyes and ears of the rockabilly and hot rod scene.

More than anything, the Hollywood Hound Dogs -“bone-ified blues band” is known to rock the house. Stay tuned for updates





Catfish & Hollywood Hound Dogs



Rite On! Rite Now!   Catfish & the Hollywood Hound DogsMP3-Download




Mittwoch, 2. Oktober 2013

Stacie Collins

Stacie Collins 


 
Stacie Collins an der Beo Bike Week 2013 

 

http://www.staciecollins.com/  


https://www.facebook.com/STACIECOLLINSROCKS

 

Stacie Collins, die Blues- Country- und Rockröhre aus Nashville, kommt mit ihrer Band nach Stemwede. Stacie Collins sei eine unvergleichlich powervolle Sängerin und Harpspielerin, die mit einer professionellen Band um ihren Mann Al Collins im Hintergrund alles gebe, teilte der Verein für Jugend, Freizeit und Kultur in Stemwede (JFK) mitteilte. Am Freitag, 13. September, stehen sie um 20 Uhr auf Einladung des JFK auf der Bühne des Life Houses Wehdem.
Stacie Collins sei bereits eine echte Hausnummer in den Staaten, wenn es um satten Roots Rock mit Southern Boogie, Blues und etwas Country gehe, teilte der JFK mit. Ihr aktuelles Album "Sometimes Ya Gotta?" präsentiere bluesorientierte Rockmusik direkt von den Ufern des Mississippi, die auf dem kürzesten Weg direkt ins Ohr gehe. Musik sei immer noch am authentischsten, wenn sie mit Herzblut gemacht werde, teilte der JFK mit. Und die aus Nashville/Tennessee stammende Sängerin habe viel Herzblut und noch mehr.

Sie hat den Rock?n Roll. Deshalb sind ihre Bühnenauftritte laut JFK-Mitteilung mittlerweile legendär. "Die Nashville Powerfrau bietet Blues Rock der Champions-League hautnah und absolut einmalig.", so die Süddeutsche Zeitung. Der Deutschlandfunk widmete Stacie Collins eine eigene Sendung. Stacie Collins selbst singt, schreit, gospelt sich die Seele aus dem Leib, pustet auf mehr als der Hälfte der Stücke in ihre Blues Harp, dass es noch weit über den Mississippi hinaus schallt. Neben ihrer sympathischen, kraftvollen Stimme und ihrem kompositorischen Talent ist Stacie Collins auch eine phantastische Mundharmonikaspielerin. Seit frühesten Kindheitstagen beeinflusst von den musikalischen Stilen der Gegenden, in denen sie lebte, entstand eine tiefe Liebe zur Country-Music.

In ihren Teenager-Tagen baute sich eine enge Beziehung zur L.A./Westcoast-Rockszene auf. Später entdeckte sie, vor allem durch ihren Vater, ihre Leidenschaft sowohl für den Southern Rock, Boogie und Rock?n?Roll als auch für den Chicago Blues-Sound. Eine faszinierende Konstellation.

 

 
Stacie Collins - Hey Mister @ Harmonie - Bonn - Rockpalast Crossroads 2013 - 2013.10.17 

Harmonica blowin’ hell-cat STACIE COLLINS is a blazing a trail travelled by few women. Sporting a hard-core honky-tonk wail while backed by a slam-bang rock ‘n’ roll band, she weds Stones fried rock-n-roll, gut bucket blues and vintage honky-tonk. Based in Nashville, TN, she tours the US, Scandinavia and Europe regularly and has even spawned a Japanese “Stacie Collins” tribute band.
Produced by rock legend Dan Baird (The Georgia Satellites / Homemade Sin), her 2007 release, THE LUCKY SPOT became a fan favorite and received airplay world wide. A ten song, southern rockin’, harp howlin’ blues romp, had this record been released twenty or thirty years ago it would have sounded as natural on ’70s FM radio alongside ZZ Top and The Rolling Stones as it does next to contemporary rockers like the Drive By Truckers or Blackberry Smoke.
Appearing in a host of articles, one writer wrote “Stacie is a bad-ass gritty babe who takes no shit, honed her barstool feminism in road houses and honky-tonks and wails on a mean blues harp”. Another one credits her with being a leader in the Outlaw Country movement stirring in Nashville boasting “ Collins shows those plastic gals what real music is supposed to sound like”.
Her current release, SOMETIMES YA GOTTA (the second produced by Baird) hit the streets in November 2010. Made possible in part by partnering with her fans and Kickstarter.com, SOMETIMES YA GOTTA is packed with 12 tracks of giddy-up rattle-n-roll and boasts an all-star line-up of players including the guitar work of Warner E. Hodges (Jason & The Scorchers / Homemade Sin), Eric ‘EBO’ Borash (Radney Foster) and Dan Baird along with the rhythm section of Jimmy Lester (Los Los Straitjackets / Webb Wilder) on drums and Stacie’s rocker husband / writing partner, Al Collins (Jason and The Scorchers) on bass.
Armed with a new album that is sure to rate as her best work yet, a live show that makes you say, “damn girl!” and a band that makes you want to be in a band (and if you are in a band, makes ya want to be in a better one), Stacie Collins is sittin’ in a sling-shot and the arm is drawn back tight. This is one artist you won’t want to miss if you like edgy, down-home and home-grown.

 

http://www.wdr.de/tv/rockpalast/extra/konzerte/2013/1016/stacie_collins.jsp 

 

http://www.wdr.de/tv/rockpalast/extra/videos/2013/1016/crossroads_highlights.jsp 

 

 

http://www.nw-news.de/owl/kreis_minden_luebbecke/stemwede/stemwede/9194348_Blues_Country_und_Rock_aus_Nashville.html 

 

  Stacie Collins Band - Baby Please Don't Go (Encore) - The Boom Boom Club, Sutton - 07/04/2012 

 

Was für ein Energiebündel! Ihr ur-amerikanischer Roots'n Blues Rock schreit ohnehin nach expressiver Vortragsweise. Was Stacie Collins allerdings mit ihrer eigenen Musik live vollführt ist mit „hingebungsvollem Entertainment“ nur unzureichend beschrieben. Bereits als Teenager hatte Stacie den Wunsch, Sängerin zu werden, doch erst mit Ehemann und Profimusiker Al Collins (Bassist bei Jason & The Scorchers) nahm ihre eigene Karriere Gestalt an. Sie lernte Songs zu schreiben, selbstbewusst zu singen und die Blues Harp zu spielen. Im Jahr 2000 erschien ihr noch eher Country-lastiges Debütalbum, später wandte sie sich mehr und mehr Southern Roots Rock mit den Koordinaten Blues, Boogie, Rock'n Roll und Country Rock zu. Sie verfügte nun über bemerkenswerte Shouterqualitäten, hatte ihr schneidendes Spiel auf der Harmonica kultiviert und das gemeinsame Songwriting mit ihrem Mann auf eine breitere Basis gestellt. Besonders in Europa rannte sie damit offene Türen ein. Allein in 2012 kam sie vier Mal über den Atlantik, um in 11 Ländern insgesamt über 80 Shows zu spielen. Kolossale, schweißtreibende Live-Unterhaltung ist bei Stacie Collins garantiert.

http://www.wdr.de/tv/rockpalast/extra/bands/abc/stacie_collins.jsp 

 

  Stacie Collins Live Bootleggers 21st October 2012 Tied to Y 

 

Stacie Collins - Lucky Spot @ Harmonie - Bonn - Rockpalast Crossroads 2013 - 2013.10.17

 

http://www.rocktimes.de/gesamt/c/stacie_collins/bluesgarage13.html 

 

 

The Lucky Spot   Stacie CollinsMP3-Download

 http://www.amazon.de/Lucky-Spot-Collins-Stacie/dp/B002J43BRE/ref=sr_1_4_digr?s=music&ie=UTF8&qid=1379409559&sr=1-4

 

Stacie Collins - BLUESGARAGE 2012 -8


Stacie Collins - BLUESGARAGE 2012 -9


Stacie Collins -It Ain't Love

 

Dienstag, 1. Oktober 2013

Greyhound George & Karl Valta

Greyhound George & Karl Valta  


http://www.greyhound-george.de/ 

http://www.k-valta.de/39994.html 

 

On the road with Greyhound George, Karl Valta and Schneider & Schwarznau 

 

http://www.mmv-mediathek.de/sendungen/radio_98eins/9688-crossroad_caf.html 

Greyhound George & The Blues Drivers - Neue Schmiede 28.01.2012 



Greyhound George
Greyhound George´s Blues erzählt Geschichten aus dem Leben. Er lässt das Publikum teilhaben an grossen Gefühlen und kleinen alltäglichen Begebenheiten. Dabei zeigt er aber immer wieder, dass der Blues keine todtraurige Angelegenheit ist, denn es macht ihm Spass, was er tut und das überträgt sich auch auf den Zuhörer
Greyhound George wurde 1961 als Jürgen Schildmann im ostwestfälischen Bielefeld geboren und spielt den Blues nun schon seit über 30 Jahren, aber erst in letzter Zeit hat er sich mit seinem virtuosen und groovenden Slide- und Fingerpicking-Spiel auf der Resonatorgitarre und viel Bluesfeeling in der Stimme einen Namen als Solo-Künstler gemacht. Bei seinen Konzerten spannt er den Bogen vom alten Delta Blues über Ragtime und Country bis hin zu eigenem Blues und Balladen.sowie bluesigen Interpretationen von Rock- und Soultiteln. Bisher hat Greyhound George drei CDs veröffentlicht.
George beschränkt sich keineswegs auf das bloße Nachspielen der alten Meister des Country Blues, sondern zeigt in seinen Interpretationen mit jedem Ton, dass diese Musik nach wie vor lebendig ist und den Zuhörer mitreißt und so schreibt die Zeitschrift BLUESNEWS:
"Greyhound George beweist, dass der unbehandelte Country Blues auch in Deutschland eine Zukunft hat, wenn man ihn nur richtig präsentiert!“.
"Georges Blues kommt aus ihm selbst heraus, das ist keine aufgesetzte Modeströmung, er würde auch noch Blues spielen, wenn ihn niemand mehr hören würde." (bluesnews.ch)
"Er lebt quasi in den alten Songs der Meister,gibt diesen Energie um neue Ausdruckskraft, besprüht sie mit Charme, Sex-Appeal und Attraktivität.Seine eigenen Stücke transportieren den Blues in unsere Gegenwart. Mit viel Sprachwitz und Spielfreude bringt er selbst ein Computerbetriebssystem (Windows XP Home) in einen spritzigen Bluesgroove.(viele-saiten.de)
Neues

All You Can Eat!   Greyhound GeorgeMP3-Download

 

 http://www.amazon.de/All-You-Can-Greyhound-George/dp/B003U291BE/ref=sr_1_1_digr?s=music&ie=UTF8&qid=1379929190&sr=1-1

 


Extra für einige Konzerte in diesem Sommer hat sich ein Blues Duo der besonderen Art zusammengefunden: Der ostwestfälische Gitarrist und Sänger Greyhound George, der soeben für den diesjährigen „German Blues Award“ nominiert worden ist, trifft auf den Mundharmonikaspieler Karl Valta, der als einer der wichtigsten Bluesmusiker Vorpommerns gilt. Eine große Gemeinsamkeit der beiden Musiker ist ihre Liebe zum traditionellen Blues, der von ihnen aber immer wieder mit ganz eigenen Ideen angereichert wird. Man darf sich also auf ein spannendes Konzert freuen, wenn die beiden am 30. August ab 20 Uhr gemeinsam im Kulturspeicher Ueckermünde auftreten werden.
Greyhound George´s Blues erzählt Geschichten aus dem Leben. Er lässt das Publikum teilhaben an großen Gefühlen und kleinen alltäglichen Begebenheiten. Dabei zeigt er aber immer wieder, dass der Blues keine todtraurige Angelegenheit ist, denn es macht ihm Spaß, was er tut und das überträgt sich auch auf den Zuhörer. George beschränkt sich keineswegs auf das bloße Nachspielen der alten Meister des Country Blues, sondern zeigt in seinen Interpretationen mit jedem Ton, dass diese Musik nach wie vor lebendig ist.
An seiner Seite spielt der Grafiker und Musiker Karl Valta. Karl ist ein sehr vielseitiger Mundharmonikaspieler, der auch in der Lage ist, seinem Instrument interessante und ungewöhnliche Töne zu entlocken. Zu hören z.B. auf seinem Instrumentaltitel "Dunkeltuten", der auf dem ersten Musiksampler der "Wasser-Prawda" erschienen ist.




Greyhound George - Virtuel Bluesman 



Heute ist der Blues längst emanzipiert von seinen Ursprüngen im Mississippi-Delta. Überall auf der Welt spricht und versteht man seine Sprache. Und immer dann, wenn Musiker den Blues nutzen, um ihre ganz eigenen Geschichten zu erzählen, bleibt er frisch und lebendig. Auch wenn das Geschichten aus der deutschen Provinz sind, wie sie Greyhound George erzählt.
Nachdem er schon seit Jahrzehnten unterwegs ist durch die deutschen Klubs und Kneipen, kommt die Nominierung für einen German Blues Award gerade recht. Denn mit seiner Art des Geschichtenerzählens macht der Songwriter deutlich, wie universell die Erfahrungen des Blues sind. Nicht nur die Probleme mit den Frauen, mit dem endlosen Unterwegssein - auch dass ständig das Geld knapp wird und man als Musiker ständig schauen muss, wo man denn eventuell neue Einnahmequellen erschließen kann.
Stücke wie "Fashion Girl" oder "Let Your Money Work For You" sind witzige Kommentare zur Zeit. Und wie er sie gemeinsam mit Karl Valta bei vier Konzerten in Vorpommern präsentiert hat, war absolut überzeugend. Genauso überzeugend wie die Interpretationen von Bluesklassikern etwa von Bukka White Son House oder Albert Collins.
Normalerweise haben es ja Musiker aus den westlichen Bundesländern schwer, überhaupt Auftritte in der ostdeutschen Provinz zu bekommen. Doch dieses Duo konnte in vorpommerschen "Metropolen" wie Uckermünde oder Greifswald ebenso überzeugen wie in Heringsdorf oder Pulow, was auf den meisten Landkarten wahrscheinlich fehlen dürfte. Da kann man sich schon auf die Wiederholung der Tour im Sommer 2014 freuen, dann vielleicht schon mit einem neuen Album.


Greyhound George & The Blues Drivers - The Road (with lyrics)